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Krankenhaus. Symbolfoto: Pascal Höfig
Krankenhaus. Symbolfoto: Pascal Höfig

ANregiomed-Notaufnahmen an der Kapazitätsgrenze

Die ANregiomed Kliniken schlagen jetzt erneut Alarm: die immer weiter steigende Zahl von Patienten, die sich ohne dringenden Grund in den Notaufnahmen vorstellen, sprengt die Versorgungskapazitäten.

Notaufnahmen Anlaufpunkt für akute Notfälle

Die Notaufnahme eines jeden Krankenhauses, auch jene Notaufnahmen der ANregiomed-Klinikstandorte in Ansbach, Rothenburg und Dinkelsbühl, sind die ersten Anlaufpunkte für den Rettungsdienst und Patienten in akutmedizinischen Notsituationen, die sehr dringend einer Versorgung bedürfen. Das sind akut erkrankte Patienten oder Verletzte. Bei diesen Notfällen zählt nicht selten jede Minute.

Über die Hälfte der Patienten in Ansbach keine Notfälle

Eine aktuelle Analyse des Patientenaufkommens in den Zentralen Notaufnahmen, gerade am Standort Ansbach, ergab, dass über die Hälfte aller vorgestellten Patienten keine eigentlichen Notfälle sind. Auch aufgrund des bekannten Fachkräftemangels sind die Notaufnahmen im ANregiomed-Verbund nicht mehr in der Lage, die Masse an Patienten zu bewältigen.

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt oder die KVB-Praxis

Dabei ist die Reihenfolge der medizinischen Behandlung in Deutschland klar geregelt: erster Ansprechpartner ist – auch bei akuten Beschwerden – der Haus- oder niedergelassene Facharzt. Ist dieser nicht erreichbar, sind in dringenden Fällen die Notfallpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) die nächste Anlaufstelle. Die KVB-Praxen in Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg befinden sich direkt am jeweiligen Klinikgelände.

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Grafik: ANregiomed Orientierungsplan KV-Praxis am Klinikum Ansbach

Grafik: ANregiomed Orientierungsplan KV-Praxis am Klinikum Ansbach

Notaufnahme: Nur mit ärztlicher Einweisung oder nach Unfall

Der Weg in die Notaufnahme führt üblicherweise nur über eine Einweisung eines niedergelassenen Allgemein- oder Facharztes. Lediglich in Notfällen mit plötzlich auftretenden, starken Beschwerden können Patienten, die sofort behandelt werden müssen, also etwa nach Unfällen oder in anderen bedrohlichen Situationen, ohne Einweisung selbst in einer Notaufnahme vorstellig werden.

Rund 60 % mit Bagatellerkrankungen

Tatsächlich werden die Notaufnahmen derzeit geflutet von Patienten mit Bagatellerkrankungen. Rund 60 Prozent der Patienten haben Beschwerden, die im niedergelassenen Bereich abgeklärt werden müssen. „Weil unsere Notaufnahmen so überfüllt sind, können Patienten, die tatsächlich eine Notfallbehandlung benötigen, häufig nicht mehr aufgenommen werden und müssen vom Rettungsdienst in weiter entfernte Kliniken gebracht werden. Das müssen wir unbedingt vermeiden“, erklärt Prof. Dr. Thomas Meyer, Ärztlicher Direktor am Klinikum Ansbach und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

„Wir nehmen unsere Aufgabe sehr ernst, alle Notfallpatienten bei uns zu behandeln. Es müssen aber auch echte Notfälle sein, die einer Versorgung in einem Krankenhaus bedürfen“ führt Meyer weiter aus.

Zukünftig konsequente Ersteinschätzung

In Zukunft werden Patienten, die die ANregiomed-Notaufnahmen ohne Einweisung und ohne Notlage eigenständig aufsuchen, nach einer Ersteinschätzung konsequent an den Hausarzt, Facharzt oder Ärztlichen Bereitschaftsdienst verwiesen.

Die KV-Bereitschaftspraxis in Ansbach ist erreichbar:

  • Montag, Dienstag und Donnerstag von 18 bis 21 Uhr
  • Mittwoch und Freitag von 14 bis 21 Uhr
  • Samstag, Sonntag und an den Feiertagen von 9 bis 21 Uhr

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist erreichbar unter der Telefonnummer: 116 117

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung von ANregiomed.
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