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Symbolbild Kätzchen. Foto: Jessica Weiß
Symbolbild Kätzchen. Foto: Jessica Weiß

Kater mit „Mängeln“ gekauft – Amtsgericht Ansbach muss Streit schlichten

Auch wenn Haustiere meist unsere liebsten Freunde sind, werden sie nach Recht und Gesetz wie Sachen verkauft. So kam es auch zu einer Vertragsstreiterei zwischen einer Katzenzüchterin aus Sachsen-Anhalt und einer Käuferin aus dem Landkreis Ansbach, berichtet das Amtsgericht Ansbach.

Der Grund der Klage ist etwas komplexer: Die Katzenzüchterin, die wir hier als Verkäuferin betiteln, verklagte die Käuferin des Katers. Im damaligen Kaufvertrag eines „Maine Coone“-Katers für 700 Euro wurde darüber hinaus vereinbart, dass die Verkäuferin eines der Nachkommen des Katers für sich selbst aussuchen dürfte. Sollte es zu keinem Nachwuchs des Katers kommen, würde der Kaufpreis um 1.000 Euro auf 1.700 Euro steigen.

Kein Katzen-Nachwuchs, keine weiteren 1.000 Euro, dafür ein unerlaubter Weiterverkauf

Auf ein Kätzchen wartete die Verkäuferin vergebens. Sie fand stattdessen heraus, dass die Käuferin auch den Kater nicht mehr besaß, sondern diesen weiterverkauft hatte. Das entspreche nicht dem Vertrag, der ebenfalls beinhaltete, dass ein Weiterverkauf nur durch die Zustimmung der Züchterin möglich sei. Neben weiteren 1.000 Euro zum Kaufpreis der 700 Euro forderte die Züchterin eine Vertragsstrafe von 4.000 Euro.

Farbe „black smoke“ nicht so, wie sie eigentlich sein sollte

Die Käuferin konterte: Der Kater entsprach nicht der vertraglichen Vereinbarung und sei daher „mangelhaft“ im rechtlichen Sinn. Der Kater sei in der Farbe „black smoke“ gekauft worden, hatte aber nicht das dafür typische silbernen Unterfell, sondern sei fast komplett schwarz gewesen. Außerdem seien seine Ohren zu klein geraten. Deshalb sei der Kater auch nicht die 1.700 Euro wert gewesen, die vereinbart sei.

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Das Amtsgericht Ansbach konnte schlichten. Am Ende gab es eine gütliche Einigung, die Käuferin bezahlte zu den 700 Euro weitere 1.000 Euro, beide Parteien teilten sich die Gerichtskosten.

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