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Geld in der Hand. Symbolfoto: Pascal Höfig
Geld in der Hand. Symbolfoto: Pascal Höfig

Sparen als Student und Azubi: Tipps für den Haushalt

Ob Elektrizität, Lebensmittel oder Reinigungsprodukte: Lebensunterhaltskosten steigen kontinuierlich, während das Gehalt für den Nebenjob auf der Stelle tritt. Doch mit etwas Umsicht im Haushalt lässt sich sparen, ohne auf den gewohnten Lebenskomfort verzichten zu müssen. Im Gegenteil: Bewusst seinen Alltag zu gestalten, kann Spaß machen und neue Blickwinkel eröffnen. Zugleich wird nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch die Umwelt.

Haushaltsbuch und Wochenplan für Student und Azubi

Haushaltsbuch führen – das klingt nach braven Ehefrauen in den 1950er-Jahren? Von wegen! Ein Haushaltsbuch ist nicht nur der erste Schritt auf dem Weg zu mehr Geld, sondern kann auch als innovative App herunter- oder in eine zukunftsweisende Cloud hineingeladen werden. Einnahmen und Ausgaben lassen sich so auf verschiedene Art übersichtlich vergleichen und legen den Grundstein für Geldsparen im Haushalt. Buchhalterische Kenntnisse werden hierfür nicht benötigt, dafür jedoch eiserne Disziplin: Selbst der schnelle Coffee-to-go oder eine einzelne Briefmarke müssen notiert werden, soll das Haushaltsbuch langfristig Effekt zeigen. Denn oft ist es die Summe von Kleinigkeiten, die das Gewicht in die Waagschale wirft.

Tipp: Statt sofort jede Ausgabe zu notieren, können Belege gesammelt und wöchentlich ins Haushaltsbuch nachgetragen werden.

Geschickt notieren und sparen

Zwar gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Erstellung eines Haushaltsplans, seine Grundzüge sind jedoch immer gleich. In Spalten und nach Kategorien unterteilt, werden Einnahmen und Ausgaben einander gegenübergestellt. Weitere Einteilungen lassen sich nach festen und variablen Kosten vornehmen, auch einmalige Geldsegen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld erhalten separaten Raum.

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Einnahmen reichen von

  • Arbeitseinkünften und
  • eventuellem Kindergeld über
  • Sozialbezüge wie Bafög bis zu
  • möglichen Zinsen

Ausgaben umfassen unter anderem

  • Miete
  • Nebenkosten
  • Versicherungen
  • Transportkosten
  • Lebensmittel
  • Reinigungs- und Pflegemittel
  • Kleidung
  • Lernunterlagen

Am Ende ergeben die Ergebnisse der jeweiligen Spalten die wöchentlichen und monatlichen Differenzen – und können zum Beginn oder Fortführen gezielter Sparmaßnahmen motivieren.

Unsere Spartipps für Studenten

Das Beste daran: Man muss sich all das gar nicht merken – und auch nicht zu Stift und Notizbuch greifen. Denn wozu gibt es Excelvorlagen, Computerprogramme und Apps? Auf einige der digitalen Modelle lassen sich sogar automatisch sämtliche Kontobewegungen spielen.

Clever einkaufen: bewusster Konsum bei Studenten und Azubis

Immer wieder liest man über Selbstversuche des autarken Lebenswandels. Doch eine ausschließliche Selbstversorgung lässt sich schwer verwirklichen. Muss sie aber auch gar nicht: Konsum ist erlaubt – ohne für die neue Hose oder das Lieblingsgericht in die roten Zahlen zu rutschen.

Man ist, was man isst

Durchschnittlich 80 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr landen in Deutschland ungenutzt im Abfall. Das verschwendet nicht nur Ressourcen-, sondern auch Geld – ebenso wie tägliche Mensa-Besuche oder Fertigpizzen. Gerade beim Einkauf und der Zubereitung von Lebensmitteln lässt sich eine Menge Geld sparen. Und das heißt nicht, Diät zu halten oder die Ernährung auf Nudeln mit Tomatensoße zu beschränken, sondern nur, bewusst einkaufen zu gehen:

  • Liste schreiben: zur Vermeidung von Fehleinkäufen und spontanen Griffen zu unnötigen Produkten
  • Niemals hungrig in den Supermarkt: je größer der Appetit, desto voller der Einkaufswagen
  • Kilopreis vergleichen: statt zu teuren Single-Portionen zur Familienverpackung greifen und häufiger mit Freunden kochen
  • Auf Fertiggerichte verzichten: Mit dem Verarbeitungsaufwand steigt der Preis
  • Leitungswasser trinken: Verpackung, Gewicht und Geld sparen, nicht jedoch an Nährstoffen
  • Auf No-name-Produkte setzen: kaum Qualitätsunterschiede zwischen Hausmarke und Markenhersteller
  • Saisonal genießen: Obst und Gemüse aus lokalem Anbau sind zwar nicht immer erhältlich, dafür aber günstig – und abwechslungsreich

Tipp: Viele Mahlzeiten lassen sich problemlos einfrieren. Vorkochen spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

Selber machen vorm Reinemachen

Bad- und Glasreiniger, Bodenputzmittel und Teppichschaum, Scheuermilch und Kalkentferner, nicht zu sprechen von Weichspülern, Körpercreme und Co.: Wer bei Reinigungs- und Pflegemitteln auf natürliche Zutaten setzt, schont Gesundheit, Portemonnaie und Umwelt. Unter die großen fünf der Geheimwaffen für den Haushalt fallen

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  • Essig und Zitronensäure: als Entkalker, Weichspüler und Allzweckreiniger
  • Soda: entfernt Flecken und durchspült verstopfte Abflüsse
  • Natron: für Polstermöbel, zum Geschirrspülen und Reinigen des Backofens
  • Kernseife: gegen fettige Oberflächen, als Waschmittel und zur Körperpflege

Gebraucht kaufen, was gebraucht wird

Fast niemand benötigt mehr Kleidung, als bereits im Schrank zu finden ist. Manchmal hat man aber einfach Lust auf Neues – doch dieses Neue darf auch alt sein! In Second-Hand-Läden oder bei Kleinanzeigen zu stöbern und fündig zu werden heißt, Ressourcen zu sparen und sich über Schnäppchen zu freuen. Das gilt auch für Möbel, die als Flohmarktware nichts von ihrer Qualität einbüßen oder Bücher, die sich auf Börsen oder mit Freunden tauschen lassen. Und Bibliotheken gibt es ja auch noch …

Strom sparen beim Leben und Lernen als Student und Azubi

Frieren muss nicht sein. Stromkosten lassen sich nicht nur durch den Wechsel zu einem günstigen Anbieter senken, sondern auch durch das eigene Verhalten. Kleine Handgriffe können große Wirkung entfalten:

  • Nutzung energieeffizienter Haushaltsgeräte
  • Vermeidung nutzlosen Standby-Verbrauchs
  • Ökowaschgang einschalten, auf Vorwäsche und elektrisches Trocknen verzichten
  • Wasserkocher bedarfsgerecht füllen
  • Backofen nicht vorheizen und Restwärme nutzen
  • Immer mit Deckel kochen
  • Laptop statt PC bedienen
  • Reparatur statt Neuerwerb

Tipp: Wer Bafög bezieht, kann einen Antrag auf Freistellung vom Rundfunkbeitrag einreichen – und vom so Ersparten zum Beispiel ins Kino gehen!

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag.
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