Banner
Imkerhonig im Glas. Symbolfoto: Lara Engelmann
Imkerhonig im Glas. Symbolfoto: Lara Engelmann

Honig – viel mehr als nur leckerer Brotaufstrich

Zugegeben, um Honig kommt man am reich gedeckten Sonntags-Frühstückstisch kaum herum. Er ist süß und aromatisch, noch dazu natürlich und selbstverständlich lecker. Kein Wunder, dass Honig hierzulande zu den beliebtesten Lebensmitteln gehört. Nirgendwo sonst auf der Welt wird übrigens so viel Honig verzehrt, wie in Deutschland. Rein statistisch betrachtet, kommt jeder deutsche Bundesbürger auf ein Kilogramm Honig, das er jährlich verzehrt. Da verwundert es nicht, dass das Angebot der Imker kaum für die hohe Nachfrage ausreicht und Honig oft importiert wird. Dennoch sollten sich echte Honigliebhaber einmal genauer mit dem Thema befassen, denn Honig ist mehr als nur leckerer Brotaufstrich.

Wie entsteht das süße Gold?

Honig gehört zu den besonders reinen und unbehandelten Naturprodukten. Eigentlich produzieren die Bienen ihn, um einen Vorrat für den Winter zu haben, wenn nur wenige Blumen blühen. Zunächst sammeln sie dafür den Blütennektar in ihrem Honigmagen. Kehren sie zurück in den Bienenstock, wird der Nektar wieder „hochgewürgt“ und anderen Arbeitsbienen übergeben. Auch sie sammeln den Nektar zunächst im Honigmagen, wodurch diesem körpereigene Enzyme beigemischt werden.

Ein Teil des Wassers aus dem Nektar verdunstet dabei bereits. In offenen Waben wird die Masse nun eingelagert. Dort kann weiteres Wasser verdunsten. Wenn der Honig dann trocken genug ist, werden die Waben mit Wachs verschlossen, das Honigbienen ebenfalls in ihrem Körper produzieren. Teilweise wird auch sogenannter Honigtau von den Bienen verwendet. Das sind süß-klebrige Ausscheidungen von Blattläusen, die sich vom Pflanzensaft der Laub- und Nadelbäume ernähren. Wird Honig aus diesem Honigtau gemacht, ist er besonders dunkel und aromatisch. Im Handel findet man ihn oft als Wald- oder Tannenhonig.

Sortenreiner Honig – was versteht man darunter?

Im Handel spricht man häufig vom sortenreinen Honig. Doch was genau ist darunter zu verstehen? Grundsätzlich sind Bienen „blütenstet“. Das heißt, haben sie eine gute Nektarquelle gefunden, wie etwa Raps oder Heide, so werden sie diese immer wieder anfliegen. Eine feste Quelle wird vom Imker auch als Tracht bezeichnet und wenn im Honig der Anteil der Tracht zwischen 60 und 80 Prozent liegt, spricht man vom sortenreinen Honig. Mittlerweile gibt es deutschlandweit mehr als 40 Sortenhonige. Zu diesen zählen auch die BIOLAND Honige, die man online kaufen kann. Hier werden reine Lindenblüten- oder Rapshonige angeboten.

Rectangle
topmobile2

Honig nicht nur als leckerer Brotaufstrich

Dennoch ist Honig nicht nur ein leckerer Brotaufstrich, sondern er wird ebenso gerne als Heilmittel eingesetzt. So geht man davon aus, dass Honig eine gesunde Alternative zu klassischem Haushaltszucker ist. Gleichzeitig soll er antibakterielle Wirkungen haben, das Wachstum von Bakterien verhindern, die Wundheilung fördern und sogar bei Erkältungen und Fieber wirken. Wie wohltuend eine heiße Tasse Milch mit Honig bei Halsschmerzen ist, weiß sicher jeder aus eigener Erfahrung.

Die besten Hausmittel bei Erkältung

Die antibakterielle Wirkung des Honigs kommt übrigens von den Enzymen der Bienen. Trotzdem ist die Wirkung nur in geringem Umfang gegeben. Lediglich beim sogenannten Manuka-Honig aus Neuseeland haben Forscher der Technischen Universität Dresden einen Inhaltsstoff mit hoher antibakterieller Wirkung herausfiltern können. Dieser Stoff ist als Mehthylglyoxal bekannt. Selbst in der Schulmedizin verwendet man den Manuka-Honig, der seinen Namen vom Manuka-Baum erhalten hat, mittlerweile zur Wundbehandlung. Allerdings muss er dafür zunächst mittels radioaktiver Bestrahlung sterilisiert werden.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag. 
Banner 2 Topmobile