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Die Polizei wurde bei einer Kontrolle auf einen illegalen Welpenschmuggel aufmerksam. Foto: Polizei
Die Polizei wurde bei einer Kontrolle auf einen illegalen Welpenschmuggel aufmerksam. Foto: Polizei

Illegalen Welpenschmuggel gestoppt

Erneut haben Beamte der Verkehrspolizei Ansbach einen illegalen Welpenschmuggel gestoppt. Eine Streifenwagenbesatzung hielt am Donnerstagmittag, gegen 11:45 Uhr, an der Anschlussstelle „Herrieden“ der Bundesautobahn A 6 einen Kleinbus mit acht Insassen an. Bei der Kontrolle stellt sich heraus, dass der Fahrer und der Beifahrer, Rumänen im Alter von 34 und 37 Jahren, die sechs weiteren Mitfahrer im gewerblichen Linienverkehr von Rumänien nach England transportierten.

Malteser Welpen entdeckt

Allerdings waren sie hierfür nicht im Besitz der erforderlichen Lizenz zur Personenbeförderung. Deshalb wurde gegen die beiden Osteuropäer ein Bußgeldverfahren eingeleitet, für dass die beiden Chauffeure rund 1.000 Euro als Sicherheit hinterlegen mussten, weil sie im Bundesgebiet keinen festen Wohnsitz haben.

Bei der Durchsicht des Gepäcks im Kofferraum stießen die Fahnder auf eine Transportbox mit einem Hundewelpen der Rasse „Malteser“. Einer der Fahrgäste, ein 33-jähriger Rumäne, gab sich gegenüber den Ordnungshütern als Eigentümer zu erkennen und übergab ihnen auch gleich einen EU-Heimtierausweis.

Maximal vier Wochen alt

Die Beamten wurden jedoch misstrauisch, da der Hund nach ihrer Einschätzung keinesfalls schon zehn bis zwölf Wochen alt ist. Deshalb wurde eine Veterinärmedizinerin hinzugezogen, die das Alter des Tieres auf drei, maximal vier Wochen einschätzte. Er war somit viel zu früh von seiner Mutter genommen worden. Während des Transportes hatte er sich in der Box völlig verkotet. Das Futter, das dem Tier gegeben wurde, ist für dieses Alter ungeeignet und er bekam kein Wasser zu trinken. Darüber hinaus ist auch auszuschließen, dass der „Malteser“ in diesem Alter schon die im Ausweis nachgewiesenen Impfungen bekommen haben kann und wohl auch die gesetzlich vorgeschriebene Quarantänedauer nicht eingehalten worden ist.

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Aufgrund dieser Umstände nahmen die Ermittler nun auch den EU-Heimtierausweis genauer unter die Lupe. Nach erster Bewertung ist davon auszugehen, dass es sich um eine Totalfälschung handelt. Deshalb wurde gegen den Hundebesitzer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung sowie einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach.
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