Hochwasser in Ansbach am Fahrradübungsplatz. Foto: Alex Kartavin
Hochwasser in Ansbach am Fahrradübungsplatz. Foto: Alex Kartavin

Hochwasser in Ansbach und Deutschland: OB ruft zur Solidarität auf

Dauerregen und die damit einhergehenden teils verheerenden und existenziell bedrohlichen Folgen beschäftigen in diesen Tagen Tausende Menschen in vielen Regionen Deutschlands und Mitteleuropas. Erlebte die Stadt Ansbach am 9. Juli 2021 noch den höchsten jemals gemessenen Pegelstand der Fränkischen Rezat seit Messbeginn mit mehr als 100 Hochwassereinsätzen, sorgte die Wetterlage in den letzten Tagen insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz aber auch in Südbayern für Chaos und Zerstörung.

Bitte um finanzielle Spenden

Unter dem Eindruck der jüngsten Geschehnisse ruft Oberbürgermeister Thomas Deffner alle Bürgerinnen und Bürger zur Solidarität auf und bittet um finanzielle Spenden sowohl für Betroffene aus Ansbach als auch für die Hochwasser-Geschädigten in anderen Gebieten.

„Die Bilder der Flutschäden, die uns in den vergangenen Tagen über die Medien erreicht haben, machen sprachlos und betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, die Opfer zu beklagen haben, und allen, deren Hab und Gut durch das Hochwasser Schaden genommen hat“, so Oberbürgermeister Thomas Deffner. Noch vor wenigen Tagen sei Ansbach nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Dennoch seien auch hier Häuser von den Wassermassen geflutet worden, gebe es Menschen, die unter den Folgen der Überschwemmungen leiden, wie der Oberbürgermeister erinnert.

„Ich bitte daher die Ansbacherinnen und Ansbacher zu spenden und damit den Betroffenen zu helfen. Jetzt ist unsere kommunale Solidarität gefragt, sowohl für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Ort, als auch für alle in den so stark betroffenen Gebieten im Westen und Süden des Landes. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.“

Für Bürger vor Ort in Ansbach

Um den Betroffenen hier vor Ort zu helfen, verweist die Stadt Ansbach auf die beiden Fonds „Bürger in Not“ und „Kinder in Not“, die gerade auch bei der Überbrückung verschiedenster Notlagen, so zum Beispiel bei Überschwemmungen, helfen. Die Einzahlung soll hier unter dem Stichwort „Hochwasser-Hilfe-Ansbach“ erfolgen. Spendenkonto: Sparkasse Ansbach, IBAN DE65 7655 0000 0000 2035 05

Die eingegangenen Gelder werden ausschließlich an die Haushalte in der Stadt Ansbach ausbezahlt, die in besonderer Weise von den Folgen des Hochwassers betroffen sind. Wer aus diesem Spendentopf Mittel für die Beseitigung der Hochwasserschäden oder für Maßnahmen der Hochwasservorsorge beantragen möchte, wendet sich bitte an Tel. 0981 51-513 oder per E-Mail an stadt@ansbach.de.

Bundesweite Hilfe

Bundesweite Hilfe für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe leistet unter anderem das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen gemeinsam mit der ARD im Rahmen der Aktion Deutschland hilft. Einzahlungen unter dem Spenden-Stichwort „ARD/Hochwasser“ gehen an folgende Kontonummer: IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30.

Soforthilfen für Hochwassergeschädigte

Die bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfepaket für Hochwassergeschädigte beschlossen. Auch Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Ansbach können Hilfen in Anspruch nehmen, so berichtet das Landratsamt Ansbach. Für Privathaushalte ist eine Soforthilfe „Haushalt/Hausrat“ von bis zu 5.000 Euro vorgesehen, bei Ölschäden an Gebäuden werden bis zu 10.000 Euro gewährt. Antragsunterlagen und ergänzende Informationen stehen ab sofort auf der Seite www.landkreis-ansbach.de unter „Aktuelles“ zum Download bereit.

Update 23. Juli: Nach Mitteilung des Ministeriums wurde der örtliche Geltungsbereich nun auch auf das Stadtgebiet Ansbach ausgeweitet.

„Ich bin sehr dankbar, dass Ansbach von ähnlichen Szenarien wie die stark betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Südbayern verschont geblieben ist. Die Folgen des Hochwassers vom 9. Juli sind jedoch auch für die Betroffenen hier vor Ort nicht nur in geringem Maße zu spüren, sondern eine große Herausforderung. Ich begrüße daher die Entscheidung der Staatsregierung sehr, Ansbach in die Hilfsmaßnahmen des Freistaats miteinzubeziehen und somit Bürgerinnen und Bürger, die schwer vom Hochwasser getroffen worden sind, zu entlasten“, so Oberbürgermeister Thomas Deffner.

Weitere Informationen und die notwendigen Anträge sind auf der Homepage der Stadt Ansbach zu finden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Ansbach.
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