Der Stall aus Braunsbach, in dem die Ziegen und Schweine untergebracht sind, stand unter Wasser. Foto: Herbert May
Der Stall aus Braunsbach, in dem die Ziegen und Schweine untergebracht sind, stand unter Wasser. Foto: Herbert May

Hochwasserschäden im Fränkischen Freilandmuseum

So schnell wie das Wasser gekommen war, ist es auch wieder abgezogen. „Es war wie ein Spuk“, sagt Museumsleiter Dr. Herbert May, der mit ansehen musste, wie Häuser und Keller vollliefen. Eine Delegation des Bezirks Mittelfranken mit Bezirkstagspräsident Armin Kroder und Verwaltungsdirektorin Manuela Eppe-Sturm an der Spitze begutachtete die Schäden, als das Wasser zum großen Teil wieder abgezogen und die Wege wieder passierbar waren.

Tiere evakuiert

Die vor einigen Jahren neu angelegte Flutmulde hatte nicht verhindern können, dass die Baugruppen Mittelalter und Industrie & Technik, die in unmittelbarer Nähe der Aisch liegen, zum Teil metertief unter Wasser standen. Sogar der Seubersdorfer Hof, in dem die Tiere untergebracht sind, war betroffen. Sie mussten evakuiert werden, konnten ihre Ställe aber mittlerweile wieder beziehen. Die Wollschweine, die nur knöcheltief im Wasser standen, wurden in ihrem Gehege gelassen.

Die Aisch (rechts) trat über die Ufer und überschwemmte weite Teile der Baugruppe Industrie & Technik. Im Hintergrund ist die Ziegelei aus Aisch zu sehen. Foto: Herbert May

Die Mikwe der Synagoge aus Allersheim führt noch deutlich mehr Wasser als vorgesehen. Foto: Ute Rauschenbach

Die Delegation des Bezirks Mittelfranken begut- achtet die Hochwasserschäden im Fränkischen Freilandmuseum. Im Hintergrund das Badhaus aus Wendelstein, das stark in Mitleidenschaft gezogen ist. Foto: Ute Rauschenbach

Schadensbegutachtung an der Elektrik, die in einem Anbau am Stall der Seubersdorfer Hofanlage untergebracht ist. Bezirkstagspräsident Armin Kroder (mitte) und Bezirks-Pressesprecher Wolf-Dieter Enser (rechts) sind sichtlich betroffen. Foto: Ute Rauschenbach

Schadenshöhe noch unklar

„Zum Glück kam niemand zu Schaden,“ resümierte Armin Kroder abschließend, „alles andere ist ersetzbar.“ Selbstverständlich ist das nicht, denn zwei Stromkästen standen bereits unter Wasser. Wie hoch die Schäden sind, bleibt abzuwarten. Vor allem das Badhaus ist stark in Mitleidenschaft gezogen und auch die Mikwe der Synagoge führt immer noch mehr Wasser, als vorgesehen. Im Bauerhaus aus Zirndorf sind die Holzböden vollgesogen und verformt, während den Lehmböden das Wasser weniger stark zusetzt. Sie trocknen einfach wieder ab.

Spenden möglich

Wer das Museum bei den Sanierungsarbeiten unterstützen möchte, kann das gerne mit einer Geldspende unter dem Stichwort „Hochwasser“ an den Verein Fränkisches Freilandmuseum e.V. tun:

  • IBAN: DE34 7625 1020 0225 8305 38
  • BIC: BYLADEM1NEA, bei der Sparkasse Bad Windsheim

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung des Fränkischen Freilandmuseum.

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