Für ein sauberes Ansbach: Liza hat in Ansbach eine Müllgalerie auf die Beine gestellt. Fotos: Liza Zwanziger
Für ein sauberes Ansbach: Liza hat in Ansbach eine Müllgalerie auf die Beine gestellt. Fotos: Liza Zwanziger

„Für ein sauberes Ansbach“: Begeisterung für die Müllgalerie

Mitte Juni fand die erste Müllgalerie für ein sauberes Ansbach am Brückencenter Ansbach statt. Dafür schmückte die Initiatorin und Ansbacherin Liza Zwanziger die Brückencenter Brücke mit Infotafeln über Müll und Nachhaltigkeit. Nun zieht sie ein Fazit über die Resonanz der ersten Müllausstellung in Ansbach.

Voller Erfolg

Schon am Freitag beim Aufbau führte Liza einige tolle Gespräche und stellte fest, dass es das Anliegen vieler Ansbacher ist, etwas an dem Müllproblem zu ändern. Viele Ansbacher äußerten sich schockiert darüber, wie lange einige der Müllstücke in der Natur verweilen und wie viele davon Liza tatsächlich in der Umgebung regelmäßig findet. Somit sah sich Liza bestätigt, dass es nie genug Aufklärung zu diesem Thema geben kann. Besonders schön war es zu sehen, wie einige Mütter und Väter ihren Kindern jedes Schild der Ausstellung erklärt haben und wie begeistert die Kleinen waren.

Als sie am Samstag einige Stunden persönlich vor Ort war, suchte sie mit vielen Ansbachern das Gespräch und traf dabei ihren persönlichen Helden. Ein zehnjähriger Ansbacher Namens Sammy, der sich extra vor die Ausstellung gesetzt hat, um die Infotafeln zu lesen.

„Er hat mich sehr beeindruckt, da er sich sehr für unser Ökosystem und den Schutz unserer Natur interessiert. Er hat meine Ausstellung sehr gelobt und hat extra noch sein Handy geholt, um die Schilder zu fotografieren. Das ist doch das beste Kompliment, das man bekommen kann und mir ging das Herz auf“, erzählt Liza.

Wenige Leerungen kein Teil des Problems

Viele Ansbacher brachten immer wieder zur Sprache, dass Ansbachs Mülleimer, gerade am Wochenende, überquellen und an vielen Stellen Aschenbecher fehlen.

Liza konnte an dieser Stelle aufklären, dass es nicht an zu wenigen Leerungen liegt, sondern an zu viel Müll oder falsch entsorgtem Müll. Was die Aschenbecher betrifft, möchte Liza allerdings bei der Stadt nachfragen, ob es nicht möglich wäre, das Angebot aufzustocken. Bis dahin empfiehlt sie jedem Raucher einen Taschenaschenbecher oder die herkömmlichen Mülleimer, natürlich nur, wenn die Glut vorher gelöscht wird.

Vorzeitiger Abbruch & virtuelle Ausstellung

Am Sonntag machte das regnerische Wetter der Ausstellung einen Strich durch die Rechnung gemacht, weshalb die Galerie, um einen Tag verkürzt wurde. Jedem, der es deshalb nicht geschafft hat vorbeizuschauen möchte Liza versichern, dass es nicht die letzte Aktion dieser Art war. Außerdem kann die Ausstellung auch online auf Instagram und TikTok virtuell nachgeschaut werden.

Lizas Fazit ist dennoch durchweg positiv: „Die Müllgalerie war ein voller Erfolg und ich hoffe, dass es sich bald auch auf sauberen Straßen, Wäldern und Wiesen widerspiegelt. Ich bin damit meinem Ziel Ansbach etwas mehr zu sensibilisieren und das Augenmerk auf das Müllproblem zu lenken, wieder etwas näher gekommen.“

- ANZEIGE -