Woher kommen eigentlich unsere Kaffeebohnen? Foto: Meliz Winter
Woher kommen eigentlich unsere Kaffeebohnen? Foto: Meliz Winter

Fünf Länder, mit der höchsten Qualität an Kaffeebohnen

Was ist guter Kaffee, ohne die entsprechende Qualität der Kaffeebohnen? Nicht viel, wird man denken, wenn man eine Kaffeemaschine besitzt, für die man regelmäßig Kaffeebohnen besorgen muss. Kaffeebohnen sind das A und O. Manch einer erhält seinen Koffeinschub schon allein, wenn er an den Kaffeebohnen riecht, die da wieder gekauft wurden und letzten Endes ihren Weg in die Maschine finden. Wir haben die Bohnen im Schrank stehen und füllen sie, ohne groß darüber nachzudenken, in die Maschine. Doch welchen Weg haben die Bohnen hinter sich gebracht? Einen sehr langen Weg, wenn man allein bedenkt, woher diese Bohnen stammen. Zahlreiche Länder der Erde erweisen sich als hervorragende Kaffeebohnen-Exporteure. Folgende fünf Nationen sind in dieser Hinsicht nochmals hervorzuheben, was die entsprechenden Statistiken, aber letztlich natürlich auch der Geschmack der Bohnen unterstreicht.

Platz 5: Äthiopien

Denkt man an Äthiopien, wenn es um großartige Exportländer für Kaffeebohnen geht? Womöglich nicht! Und das liegt auch daran, dass man vermutlich nicht sehr viel über dieses Land in Nordafrika weiß. Was man jetzt jedenfalls weiß, ist, dass sich die Kaffeebohnen aus Äthiopien nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen. Das Land kann man zweifellos als Wiege der Arabica-Bohnen bezeichnen. Neben den Kaffeebohnen ist das Land im Übrigen auch für hervorragenden Wein weltbekannt. Durch den Kaffeeanbau können im Land rund 15 Millionen Menschen Arbeit finden. Die einheimischen, sogenannten Heirloom-Sorten werden trocken oder nass aufbereitet. Ihr Charakter lässt sich als einzigartig und gleichzeitig abwechslungsreich beschreiben. Dieser Charakter mag sogar zitrusartig daherkommen. In jedem Fall ist er aber elegant. Die Heirloom-Sorten Geisha oder Mokka erfreuen Kaffeetrinker aus aller Welt. Der Kaffee aus Äthiopien stammt dabei nicht selten aus Hochland-Gebieten, bis zu 2000 Meter hoch gelegen. Der Arabica-Kaffee wächst dort ohne chemische Hilfsmittel heran und kann reifen. Entscheidet man sich für den Bio-Kaffee, wird er zudem auch fair gehandelt. Letztlich wird der Kaffee aus dieser Top-Nation des Kaffees durch die trockene Aufbereitung so besonders und charakteristisch. Wenn man also das nächste Mal Kaffeebohnen aus Nordafrika genießt, kann man an die speziellen Bedingungen denken, die in diesem Land vorherrschen.

Platz 4: Kolumbien

Dass eine Menge Kaffeebohnen aus Südamerika stammen, hat man vermutlich schon geahnt. Eine Top 10 oder Top 5 bezogen auf Kaffeebohnen kommt nicht ohne Kolumbien als Kaffeenation aus! Sechs Prozent des Marktanteils weltweit kommt aus Kolumbien. Die Tendenz ist dabei steigend. Allein zwei Millionen Kolumbianer können vom Kaffee leben. Etwa ein Drittel geht hierbei auf kolumbianische Kleinbauer zurück, die wenige Hektar Land ihr Eigen nennen und sich ihren Lebensunterhalt allein mit der Produktion der beliebten Kaffeebohnen verdienen können, die am Ende in unserem Regal stehen. Dabei werden die Arabica in sehr unterschiedlichen Gebieten zum Reifen gebracht. Die Bohnen aus den verschiedenen Regionen enthalten sehr viele verschiedene Noten. Schokoladenartig, teilweise fruchtig, manchmal aber auch tropisch süß – in dieser Hinsicht ist Kolumbien mit den Colombia, Castillo, Caturra, Bourbon, Typica und so weiter extrem vielseitig unterwegs. Nicht zuletzt ist dies den Bergen des Landes zu verdanken. Hier herrscht ein eigenes Klima, das zum charakteristischen Geschmack, vor allem von Typica und Bourbon beiträgt.

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2013 wurde zudem die ASOPEP gegründet, welche sich neben dem reinen Kaffeeanbau auf die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit fokussiert hat. Diese Themen werden zugleich den Kaffeebauern vermittelt. Man wird speziell geschult, um solche Themen zu den Zeiten des Klimawandels auch entsprechend ernst nehmen zu können. Auch das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter, insbesondere die Ausbildung der nächsten Generation an Kaffeebauern, wird im Rahmen des Projekts angegriffen und ins Auge gefasst. Schließlich sollten Jugendliche eine hochwertige Ausbildung erhalten, um den Kaffee angemessen produzieren und ihn letzten Endes entsprechend repräsentieren zu können. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan, doch noch vor einiger Zeit war die Perspektive„Guerilla-Bewegung“die einzige Perspektive dieser Jugendlichen, die durch die besagte Organisation nun aber andere Optionen haben.

Platz 3: Indonesien

Aus den Gebieten Sulawesi und Sumatra stammt der indonesische Kaffee. Die Kaffeebohnen von dort machen sieben Prozent des Marktanteils weltweit aus. Der Kaffee von dort besitzt ein sehr breit gefächertes Geschmacksprofil. Die Note reicht von beerenartig, nussartig und würzig bis hin zu einem Geschmack, den man mit einer Grapefruit vergleichen könnte. Wenn man sich für die Anbauart der Kaffeebohnen aus Indonesien interessiert, kann man schnell auf die sogenannte Giling-Basah-Methode aufmerksam werden. Durch die besagte Methode erhält der Kaffee eine blaugrüne Farbe. Eine nasse Aufbereitung der Kaffeebohnen erhält aber auch immer mehr Einzug.

Platz 2: Vietnam

Mit 14 Prozent Weltmarktanteil rangiert Vietnam auf Platz zwei der Kaffeebohnen-Exporteure. Seit 1857 baut dieses Land Kaffeebohnen erfolgreich an. Zu 95 Prozent werden Robusta, zu fünf Prozent Arabica kultiviert. Innerhalb weniger Jahre hat das Land die Fläche, die zum Anbau genutzt werden kann, vehement vergrößert. Die exportierte Menge an Robusta wird in Europa gern zu Instant-Kaffee verarbeitet. Die Arabica-Bohnen Vietnams stammen zum Großteil von der Nordküste des Landes, denn hier befinden sich Berge, welche den Kaffee vor starkem Wind schützen. Hier existieren weiche, süße, doch auch nussige Sorten, die am Ende dann in den Kaffeetassen der „Junkies“ aus aller Welt landen.

Platz 1: Brasilien

Mit einem Weltmarktanteil führt Brasilien diese Liste deutlich an. Zu 80 Prozent stammen Arabica-Bohnen aus Brasilien, zu 20 Prozent sind es die sogenannten Robusta. 300.000 Farmen sorgen in Brasilien für den Anbau diverser Sorten. Die Bandbreite an Kaffeebohnen aus Brasilien ist riesig. Automatisierung und die zunehmende Rolle von Maschinen verändern den Produktionsprozess laufend. Teilweise findet man jedoch immer noch den handgepflückten Kaffee aus den hohen Lagen Brasiliens. Die Bourbon-Bohne ist beispielsweise eher in den bergigen Gebieten zu finden und gilt als Seltenheit. Hier ist der Yellow Bourbon Kaffee zu nennen, denn die Note dieser Bohne kann sogar als karamellartig bezeichnet werden.

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