Die Innenstadt in Ansbach. Foto: Ansbach Plus
Die Innenstadt in Ansbach. Foto: Ansbach Plus

Ansbach hat sich als Modellstadt für Corona-Lockerungen beworben

Die Stadt Ansbach hat sich beim Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege als Modellstadt für weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen unter Anwendung eines engmaschigen Kontroll- und Hygienekonzepts beworben, das wird in einer Pressemitteilung erklärt. Die Stadt werde dabei von der Hochschule Ansbach unterstützt, die im Studiengang „Industrielle Biotechnologie“ bereits Forschungsarbeiten mit Corona-Bezug hat und diese unter anderem in einer Analyse verfügbarer Corona-Schnelltests sowie der Testung von Schutzwirkung von FFP2- und Mund-Nase-Masken aufbauen konnte.

Niedrigster Inzidenzwert in Bayern

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Ansbach derzeit die Stadt in Bayern mit den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwerten ist, daher ist Ansbach als Modellstadt prädestiniert“, so Oberbürgermeister Thomas Deffner. „Mein Dank geht an alle Ansbacherinnen und Ansbacher, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten an die geltenden Maßnahmen gehalten haben und so zu der guten Entwicklung in unserer Stadt beigetragen haben.“

Hygienekonzepte liegen bereits vor

Für die Umsetzung von Lockerungen liegen Hygienekonzepte vor, die im Falle des Zuschlags als Modellkommune angepasst werden können, heißt es. Inhaltliche Schwerpunkte werden von der Stadt Ansbach unter Leitung der Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Bürgerschaft, den Kulturschaffenden, Einzelhändlern und Dienstleistern und den Vereinen erarbeitet.

Projekt der Bayerischen Regierung

Wie ein Bericht der Kabinettssitzung vom 23. März verrät, sollen in ausgewählten Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100 einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zwei Wochen lang öffnen – strenge Schutzmaßnahmen und ein Testkonzept inklusive. Damit soll vor allem die Umsetzbarkeit vereinzelter Hygieneauflagen im alltäglichen Leben geprüft werden. Ursprünglich sollten drei Städte in Bayern den Versuch starten. In der letzten Regierungserklärung ist nun aber von mehr Modellen die Rede: Für das Projekt solle nun pro Regierungsbezirk eine Stadt herausgegriffen werden, in Oberbayern sogar zwei, so der BR. Auch haben sich bereits viele bayerische Städte beworben, die mit ihrer 7-Tage-Inzidenz deutlich unter 100 liegen – so auch Ansbach.

Nach Tübinger Modell

Ein Test lief bereits in Baden-Württemberg: Kino, Shoppen, Essen gehen – all das war für eine Woche in Tübingen möglich. Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, sei nur ein negatives Testergebnis notwendig, um ein „Tübinger Tagesticket“ zu erhalten. Hierzu hat man in der Stadt um die acht Teststationen errichtet, um flächendeckend Schnelltests zu ermöglichen. Das Konzept wurde von den Bürgern gut angenommen: Laut Medienberichten wurden an einer Station zwischen 600 und 800 Tests pro Tag durchgeführt – der Großteil sei negativ gewesen. Auch die Inzidenz sei in der Modellstadt nicht gleich wieder gestiegen, heißt es weiter.

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