Symbolbild Gurken. Foto: Katharina Kraus
Symbolbild Gurken. Foto: Katharina Kraus

Gurkenwasser statt Streusalz – eine Idee für Ansbach?

Gurkenwasser als Streusalzersatz? Klingt wie ein Scherz, genau das wurde aber seit einem Jahr im niederbayerischen Dingolfing getestet. Mit Erfolg – Medienberichten zufolge soll sich die Gurkensole als umweltfreundliche Alternative im Einsatz gegen Straßenglätte bewährt haben. Auch die Schweinfurter Grünen beantragen nun bei der Stadtverwaltung, im unterfränkischen Schweinfurt ebenfalls darauf statt auf herkömmliches Streusalz zurückzugreifen. Wäre das vielleicht auch eine Idee für Ansbach?

Gute Erfahrungen in Dingolfing

In und um Dingolfing habe man bereits gute Erfahrungen mit Abwasser aus einer Gurkenfabrik gemacht, so zog das Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Gurkenhersteller Develey ein positives Fazit zu dieser Methode. Das Abwasser mit sieben Prozent Sole werde hierbei in 21-Prozentige Sole umgewandelt und ersetzt so die herkömmliche Flüssigsole aus Salz, so der BR. Das klappt wohl besonders gut, so sei zwischen den beiden Methoden in der Anwendung und im Erfolg kein Unterschied zu erkennen und auch in Zukunft wolle man daher auf das Gurken-Abwasser im Räum- und Streudienst einsetzen. Die Gurkensole wäre ansonsten über die Kläranlage entsorgt worden.

Win-win-Situation

„Weniger Salz auf den Straßen schont die umgebende Natur, insbesondere die Straßenbäume. Außerdem wird die Kläranlage entlastet“, so auch der Antrag der Schweinfurter Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Doch woher soll das Gurkenwasser kommen? Lokal direkt von den Gurken Herstellern, so der Vorschlag. „Es ist offensichtlich eine Win-win-Situation, wenn einerseits der Gurkenhersteller weniger Gurkensole in die Kläranlage entsorgen muss und andererseits die Stadt im Winterdienst erheblich Salz und Wasser einspart“, heißt es in der Begründung.

Kosten könnten in der Umrüstung der Winterdienst-Fahrzeuge entstehen, mittelfristig würde man aber Geld und Ressourcen einsparen, so die Einschätzung. In Dingolfing wurden so etwa 140 Tonnen Streusalz und eine Million Liter Wasser eingespart.

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