Symbolfoto Liebespaar. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Liebespaar. Foto: Pascal Höfig

Single-Shopping während Corona – eine Idee für Ansbach?

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns alle seit über einem Jahr und damit einhergehend, dass man Zuhause bleibt, um andere zu schützen. Aber wie ergeht es den Singles bzw. Alleinwohnenden damit? Sich Zuhause einzuigeln und es sich gemütlich zu machen ist alleine auf Dauer oft einsam. Hinzu kommt, dass Dating während der Pandemie so gut wie kein Thema ist. Wo soll man aktuell Menschen kennenlernen, wenn nicht auf Dating-Plattformen? Zugegeben: Wenigstens eine Möglichkeit, aber virtuelles Kennenlernen ist nun mal nicht jedermanns Sache.

Ein Supermarkt im unterfränkischen Volkach will den Singles in der Pandemie nun wieder eine reale Möglichkeit zum Daten eröffnen, indem jeden Freitag von 18 bis 20 Uhr ein sogenanntes „Single-Shopping“ stattfindet. Aber was genau steckt hinter dem Konzept und wäre es auch in Ansbach möglich, zwischen Gemüse und Tiefkühlregal einen neuen Partner zu finden?

Von der Disco in die Obstabteilung

Die Idee der Aktion kam vom Chef des Supermarktes, der sich an die klassischen Single-Partys in Clubs zurückerinnerte. Warum sollte etwas, was dort funktioniert, nicht auch beim Einkaufen funktionieren? Immerhin ist ein Supermarkt grundlegend nicht unähnlich zu einem Club: ein großer Raum mit fremden Menschen. Mit dem Unterschied, dass Supermärkte aktuell nicht geschlossen werden, denn einkaufen muss und darf jeder.

Und nicht nur für junge Menschen, die von Tinder und Co. nichts halten, sondern auch für Menschen aus älteren Generationen ist das Single-Shopping in Volkach aktuell die einzige Möglichkeit jemanden kennenzulernen. Ist man ohne das Internet und Online-Dating aufgewachsen, ist virtuelles Kennenlernen oft schwieriger.

Herzen & Nummern

Die Kontaktaufnahme beim Single-Shopping läuft dabei ähnlich ab, wie bei einer Single-Party im Club. Im Eingangsbereich des Supermarktes befinden sich Herzen für alle Einkäufer, die neben Käse und Tomaten potenziell auch einen Single ergattern wollen. Neben den Herzen finden sich auch Zettel mit Spielregeln, auf denen Optionen angekreuzt werden können. Traut man sich dann eine Person anzusprechen, kann man ihr beispielsweise einfach den Zettel in die Hand drücken mit einer Option, wie zum Beispiel „Ich würde mich freuen, dich bei einem Spaziergang am Main besser kennenzulernen.“ Wer sich persönlich nicht direkt traut, kann auch an der Kasse für eine bestimmte Nummer einen Zettel hinterlassen oder sie ausrufen lassen.

 

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Einhaltung der Maßnahmen

Die Corona-Maßnahmen werden bei der neuen Dating-Idee in keinster Weise verletzt, da in Supermärkten Maskenpflicht und in vielen Filialen auch Einkaufswagen-Pflicht herrscht, wodurch auch der Mindestabstand gewährleistet werden kann. Zudem setzt sich niemand einem zusätzlich Infektionsrisiko aus, da man auch ohne Nummer an der Jacke einkaufen gehen würde.

Was meinst Du?

Merklich bringt diese Form des Datings in der aktuellen Zeit viele Vorteile mit sich: Masken trägt von vornherein jeder, der Abstand wird gewährleistet und man kann sich ohne Handy einen Eindruck vom Menschen vor sich machen. Eine Idee, die auch in Ansbach vielen Singles helfen könnte. Gerade den Studenten, die neu in der Stadt sind und durch Online-Vorlesungen kaum Kontakt zu anderen Studenten haben.

Wie fändest Du es, wenn es auch in Ansbach Single-Shopping geben würden? Schreibe uns eine Mail an redaktion@ansbachplus.de oder hinterlasse einen Kommentar unter unserem Facebook-Posting!

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