Die Werkfeuerwehr am Bezirksklinikum Ansbach nutzt unter Anleitung von Peter Richter (Zweiter von links), aktuell Pandemiebeauftragter der Bezirkskliniken Mittelfranken, die Drehleiter der Feuerwehr Ansbach im Rahmen einer hervorragenden Zusammenarbeit für eine Übung. Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken
Die Werkfeuerwehr am Bezirksklinikum Ansbach nutzt unter Anleitung von Peter Richter (Zweiter von links), aktuell Pandemiebeauftragter der Bezirkskliniken Mittelfranken, die Drehleiter der Feuerwehr Ansbach im Rahmen einer hervorragenden Zusammenarbeit für eine Übung. Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken

115 Jahre Werkfeuerwehr im Bezirksklinikum Ansbach

Seit 115 Jahren ist die Werkfeuerwehr am Bezirksklinikum Ansbach aktiv und dabei keinen Tag gealtert. Dafür sorgen stetig neu hinzukommende Kolleginnen und Kollegen, moderne Technik und regelmäßige Aus- und Weiterbildungen der derzeit 44-köpfigen Mannschaft.

Seit 1905

Seit 1905 sichert die ursprünglich Freiwillige Feuerwehr Kreis-Irrenanstalt (urkundlich am 08.05.1905 erwähnt) und im März 1989 als Werkfeuerwehr anerkannte Mannschaft auf dem Gelände des Bezirksklinikums Ansbach und des Bezirksrathauses nicht nur Gebäude und Menschen vor Bränden. Als sogenannter betrieblicher Universaldienstleister sind die ehrenamtlich tätigen Männer und Frauen der Werkfeuerwehr u.a. für die Brandbekämpfung, allgemeine technische Hilfsleistungen, Erste Hilfe, Notfallplanungen oder die Ausbildung von Mitarbeitenden für Notfallverhalten oder die Beseitigung von Unwetterschäden zuständig.

200 Einsätze im Jahr

Mit der Corona-Pandemie hat sich dieses ohnehin schon breite Aufgabengebiet mit fast 200 Einsätzen im Jahr nochmals erweitert. Peter Richter, Leiter der Werkfeuerwehr, ist seit dem Frühjahr dieses Jahres als Pandemiebeauftragter für die Bezirkskliniken Mittelfranken im Einsatz. Sein Stellvertreter Bernd Blank leitet seitdem kommissarisch die Werkfeuerwehr. Die Feuerwehrmänner und -frauen unterstützen zudem bei logistischen Aufgaben wie der Verteilung von Schutzmaterialien an die verschiedenen Standorte und Außenstellen der Bezirkskliniken Mittelfranken.

Die Werkfeuerwehr unterstützt zusammen mit ihrem kommissarischen Leiter Bernd Blank bei der Verteilung von Schutzmaterialien an die Standorte und Außenstellen der Bezirkskliniken Mittelfranken. Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken

Die Werkfeuerwehr unterstützt zusammen mit ihrem kommissarischen Leiter Bernd Blank bei der Verteilung von Schutzmaterialien an die Standorte und Außenstellen der Bezirkskliniken Mittelfranken. Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken

„Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln“, so beschreibt Peter Richter die aktuelle Situation. „Man braucht noch gar nicht zu wissen, was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein, denn mit einem starken Team an Deiner Seite überstehst Du jede Krise.“

Viele Gebäude von 1900

„Die Werkfeuerwehr hier am Bezirksklinikum Ansbach ist eine Besonderheit“, betont Dr. Matthias Keilen, Vorstand der Bezirkskliniken Mittelfranken. „Und das nicht nur, weil wir nur am Standort Ansbach eine eigene Feuerwehr haben. Die Kolleginnen und Kollegen kennen unser weitläufiges Gelände mit den verschiedenen Gebäuden und sind so deutlich schneller am Ort des Geschehens als es der kommunalen Feuerwehr möglich wäre. Das hat uns in der Vergangenheit schon in vielen Fällen entscheidend geholfen.“

Beglaubigung der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kreis-Irrenanstalt im Jahr 1905. Bild: Bezirkskliniken Mittelfranken

Beglaubigung der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kreis-Irrenanstalt im Jahr 1905. Bild: Bezirkskliniken Mittelfranken

Viele Gebäude des Bezirksklinikums Ansbach wurden um 1900 errichtet. Abweichungen bei brandschutztechnischen Maßnahmen sind aufgrund der historischen Bausubstanz nicht zu vermeiden. Diese Abweichungen werden durch die werkseigene Feuerwehr kompensiert. Positiver Nebeneffekt ist, dass bei möglichen Fehlalarmen kein kostenpflichtiger Einsatz der kommunalen Feuerwehr erfolgen muss. Zudem sind in der Regel keine pauschalen Gebäuderäumungen bei einem Alarm notwendig. Störungen des Klinikablaufs können so deutlich minimiert werden.

Stolzes Jubiläum

„115 Jahre Werkfeuerwehr – das ist ein stolzes Jubiläum. Ich danke an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen, die sich ehrenamtlich in diesem wichtigen Amt engagieren und freue mich, dass der Feuerwehr in ihren abwechslungsreichen Anforderungen der Nachwuchs nicht ausgeht““, so Dr. Keilen abschließend.

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der Bezirkskliniken Mittelfranken. 

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