Krankenhaus. Symbolfoto: Pascal Höfig
Krankenhaus. Symbolfoto: Pascal Höfig

Klinik Dinkelsbühl wird um Kurzzeitpflegeeinrichtung erweitert

Eine Kurzzeitpflegeeinrichtung mit voraussichtlich 25 Betten soll das Versorgungsangebot an der ANregiomed Klinik Dinkelsbühl ergänzen, so lautet eine Pressemitteilung. Die neue Einrichtung wird gemeinsam mit der bestehenden Kurzzeitpflege in der ANregiomed-Praxisklinik Feuchtwangen betrieben und soll Mitte 2022 an den Start gehen.

Oft Überbrückung weniger Tage nötig

„Durch das Fallpauschalensystem zur Abrechnung von Krankenhausleistungen wird der Rahmen für die stationäre Verweildauer bei allen Eingriffen genau festgelegt“, erklärt Dr. Gerhard M. Sontheimer. „Wird die in der gesetzlichen Fallpauschale vorgesehene Behandlungszeit überschritten, führt das zu einer völlig unzureichenden Vergütung“, so der ANregiomed-Vorstand. Gerade beim Gelenkersatz und bei anderen orthopädischen Eingriffen, die an der Klinik Dinkelsbühl seit Jahren schwerpunktmäßig und sehr erfolgreich durchgeführt werden, komme dieses Problem häufig zum Tragen.

„Oft geht es nur darum, wenige Tage zu überbrücken, bis der Patient in die Reha oder ruhigen Gewissens in die Häuslichkeit entlassen werden kann“, ergänzt Diana Schilling, Kaufmännische Direktorin der Klinik Dinkelsbühl. Durch die begrenzte Zahl der Kurzzeitpflegeplätze im Einzugsgebiet der Klinik stand diese Möglichkeit in der Vergangenheit aber leider nicht immer zur Verfügung.

Auch für „externe“ Pflegebedürftige

Darüber hinaus steht die neue Einrichtung auch für Pflegebedürftige offen, die vorher nicht an der Klinik behandelt wurden. Deshalb begrüßt auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Einrichtung an der Klinik Dinkelsbühl: „Die neue Kurzzeitpflege entspricht genau dem neuen Seniorenpolitischen Gesamtkonzept, das der Kreistag des Landkreises Ansbach kürzlich beschlossen hat. Es freut mich sehr, dass durch die zusätzliche Möglichkeit der Betreuung auch pflegende Angehörige entlastet werden können.“

Gynäkologie und Geburtshilfe wird eingestellt

Der ANregiomed-Verwaltungsrat hat außerdem beschlossen, die bereits seit Januar 2019 faktisch nicht mehr betriebene Belegabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe an der ANregiomed-Klinik Dinkelsbühl formal einzustellen. „Wir haben über zwei Jahre nach qualifizierten Frauenärzten gesucht, um die Geburtshilfe als Belegabteilung weiterzubetreiben“, betont Dr. Sontheimer. „Auch unter Berücksichtigung der Möglichkeit, Ärzte über unser Medizinisches Versorgungszentrum anzustellen, ist die Suche aber leider erfolglos geblieben.“

Deshalb tragen auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer die Entscheidung mit: „Durch den gravierenden Mangel an Frauenärzten im gesamten Bundesgebiet besteht leider kaum Aussicht noch mit einer Anwerbung erfolgreich zu sein. Trotzdem war auf jeden Fall richtig, in den letzten beiden Jahren eine Nachbesetzung zu versuchen.“

Angebot mit 25 Kurzzeitpflegeplätzen

Die im Krankenhausplan des Freistaates Bayern ausgewiesenen zehn Betten der Abteilung sollen für den Aufbau der Kurzzeitpflegeinrichtung umgewandelt werden, insgesamt soll ein Angebot mit 25 Kurzzeitpflegeplätzen entstehen. Mit dem Beschluss der Einstellung der Gynäkologie/Geburtshilfe wird gleichzeitig der Antrag auf Umwandlung in Betten für die Kurzzeitpflege gestellt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von ANregiomed. 

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