Die Sicht kann durch Nebel im Herbst sehr eingeschränkt sein. Foto: ADAC Nordbayern e.V.
Die Sicht kann durch Nebel im Herbst sehr eingeschränkt sein. Foto: ADAC Nordbayern e.V.

Schlechte Sicht und Rutschgefahr – Tipps bei Herbstwetter

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und stellenweise kann Nebel auftreten. Der Herbst verlangt Autofahrern einiges ab. Nicht unterschätzt werden darf auch die Gefahr von Blendung durch eine tiefstehende Sonne, wie sie gerade in den Stoßzeiten im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr vorkommen kann. 2019 gab es 3.219 Unfälle mit Personenschaden durch Blendung und damit rund zehnmal mehr Unfälle als bei Nebel.

Bremsweg verlängert

Im Herbst ist es wichtiger denn je ausreichend Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen einzuhalten und bremsbereit zu sein. Durch Laub und Feuchtigkeit auf der Straße verlängert sich der Bremsweg entsprechend und man gerät schnell ins Rutschen. Darüber hinaus gilt: „Licht anschalten, am besten manuell. Hintergrund ist, dass die Lichtautomatik bei auftretenden Nebelbänken teilweise nicht reagiert,“ sagt Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte vom ADAC Nordbayern. Achtung: Fernlicht verschlechtert die Sicht bei Nebel aufgrund der reflektierenden Wassertröpfchen, daher mit Abblendlicht (Fahrlicht) fahren.

Mit Nebellicht und -schlussleuchte fahren

Die meisten neueren Autos verfügen mittlerweile nicht nur über eine Nebelschlussleuchte sondern auch über Nebelscheinwerfer, die die Sicht verbessern. „Laut StVO dürfen Nebelschlussleuchten nur bei einer Sichtbehinderung durch Nebel und bei einer Sichtweite unter 50 Metern eingeschaltet werden. In diesem Fall gilt Tempo 50“, stellt Lieberth fest. „Eine gute Orientierung zur Einschätzung der Entfernung ist der 50 Meter-Abstand der Leitpfosten auf Landstraßen.“

Tiefstehende Sonne

Die Gefahren einer tiefstehenden Sonne mit flachem Einfallswinkel wird von Autofahrern oftmals unterschätzt. So werden aufgrund dessen Verkehrszeichen, Ampeln und andere Verkehrsteilnehmer schlecht erkannt. Um die Gefahr einer Blendung zu reduzieren, sollte die Frontscheibe stets sauber gehalten werden, da Schmutz und Schlieren das einstrahlende Licht streuen. Zudem empfiehlt sich eine Kontrolle des Wischwasserstandes, um die Frontscheibe regelmäßig vom Schmutz befreien zu können.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des ADAC Nordbayern e.V.

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