Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Pascal Höfig
Polizei im Einsatz. Symbolfoto: Pascal Höfig

Unfallverursacher flüchtet zu Fuß und löst großangelegte Suchaktion aus

In der Nacht zum Dienstag, gegen Mitternacht, befuhr ein 29-jähriger Pkw-Fahrer aus Niedersachsen die Bundesautobahn A 7 in Fahrtrichtung Würzburg. Nach eigenen Angaben war er mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h und auf der rechten Fahrspur unterwegs. Zu diesem Zeitpunkt war nur wenig Verkehrsaufkommen auf der Autobahn.

Unbekannter ins Fahrzeugheck gefahren

Im Baustellenbereich zwischen dem Autobahnkreuz „Feuchtwangen / Crailsheim“ und der Anschlussstelle „Wörnitz“ fuhr ihm ein bislang Unbekannter mit seinem Auto ins Fahrzeugheck. Während der Niedersachse sein Fahrzeug unter Kontrolle und zum Stehen bringen konnte, kam das Verursacherfahrzeug ins Schleudern und nach rechts von der Fahrbahn ab.

Dort hat es sich anschließend mehrmals überschlagen, ehe es auf dem Dach auf dem Grünstreifen zum Liegen kam. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes, Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Feuchtwangen sowie einer Streifenwagenbesatzung der Verkehrspolizei Ansbach hat sich der Fahrer dann nach Einschlagen der Heckscheibe aus dem Unfallwrack befreit und ist zu Fuß geflüchtet.

Suche ergebnislos

Die Rettungskräfte und Ordnungshüter suchten deshalb in der Folge mehrere Stunden lang unter Beteiligung von Streifen der Polizeiinspektion Feuchtwangen sowie eines Polizeihubschraubers die Umgebung im Radius von drei bis vier Kilometern um die Unglücksstelle nach dem Flüchtigen ab, allerdings ergebnislos.

Kennzeichen von anderem Auto

Im Rahmen der Unfallaufnahme stellte sich schließlich heraus, dass die am Verursacherfahrzeug, einem „BMW“, angebrachten Kennzeichen aus dem Zulassungsbereich „BI – …“ für einen „VW“ des Typs „Caddy“ ausgegeben sind. Des Weiteren ist der „BMW“ seit Mai dieses Jahres nicht mehr zugelassen gewesen, allerdings bislang nicht als gestohlen gemeldet.

Schwere Verletzungen

Bei dem Auffahrunfall erlitt die Beifahrerin des 29-Jährigen, seine 27-Jährige und im achten Monat schwangere Ehefrau, schwere, aber nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei nicht lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde deshalb nach der Erstversorgung durch den Notarzt und dem Rettungsdienst am Unfallort ins Klinikum Ansbach eingeliefert.

Die beiden Unfallautos mussten von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt rund 30.000 Euro. Das Verursacherfahrzeug wurde zur polizeilichen Spurensicherung sichergestellt. Die Ordnungshüter haben ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung sowie Unerlaubtem Entfernen vom Unfallort eingeleitet.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach.

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