Rathaus der Stadt Ansbach. Foto: Bettina Bocskai
Rathaus der Stadt Ansbach. Foto: Bettina Bocskai

Moria: Auch Ansbach erklärt sich zur Aufnahme bereit

Die Stadt Ansbach tut es zahlreichen Kommunen in Deutschland gleich und erklärt sich dazu bereit, Flüchtlinge aus dem in der vergangenen Woche nahezu vollständig durch einen Brand zerstörten Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufzunehmen. Die Absichtserklärung erfolgt vorbehaltlich einer Entscheidung über die Verteilung von mehr als 1.500 Flüchtlingen von den griechischen Inseln, auf deren Einreise sich die Bundesregierung jetzt verständigt hat.

Nur auf europäischer Ebene lösbar

„Wie auch viele andere Städte ist Ansbach dazu bereit, Menschen aus Moria aufzunehmen und die akute Notlage nach der Brandkatastrophe auf Lesbos zügig zu mildern“, erklärt dazu Oberbürgermeister Thomas Deffner im Vorfeld der Entscheidung durch die Bundesregierung. Die Flüchtlingsfrage könne nicht auf kommunaler, sondern nur auf europäischer Ebene gelöst werden. Hier und jetzt gelte es jedoch, den Notleidenden zu helfen, ein Zeichen zu setzen und menschlich zu handeln, so Deffner. Angesichts der vorhandenen Kapazitäten bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Ansbach sei man deshalb gerne bereit, kurzfristig Familien in Ansbach aufzunehmen.

OB lobt Initiative des Jugendrats

Im Zusammenhang mit den jetzigen Geschehnissen lobt OB Thomas Deffner ausdrücklich eine Initiative des Jugendrats der Stadt Ansbach. Dieser hatte bereits vor den Ereignissen auf Lesbos im August beantragt, dass sich der Stadtrat der von mehr als 150 deutschen Städten unterstützten Kampagne „SEEBRÜCKE“ des Trägervereins Mensch Mensch Mensch e.V. anschließen und sich zum „sicheren Hafen“ für Flüchtlinge erklären soll.

Jugendrat fordert: Ansbach als „Sicheren Hafen“ zu erklären

Zudem fordern die Jugendlichen die Verbesserung der kommunalen Integrationsarbeit durch Erarbeitung eines „Leitbilds Integration“. Beide Anträge werden in der kommenden Stadtratssitzung zur Debatte gestellt. Ebenso bedankt sich der Oberbürgermeister für das wieder- holte Engagement der Regionalgruppe Ansbach der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e.V., namentlich beim Sprecher der Regionalgruppe Ulrich Rach.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Ansbach.

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