Eltern sollten den Schulweg mit den ABC-Schützen einüben. Foto: ADAC/Stefanie Aumiller
Eltern sollten den Schulweg mit den ABC-Schützen einüben. Foto: ADAC/Stefanie Aumiller

Schulstart: Autofahrer sollten besonders Rücksicht nehmen

Zum Start ins neue Schuljahr mahnt der ADAC Nordbayern Autofahrer zur besonderen Vorsicht. Vor allem die Schulanfänger müssen in den ersten Wochen noch das Gefühl für einen sicheren, eigenständigen Schulweg entwickeln. Auch wenn die Unfälle im Straßenverkehr laut Bayerischem Landesamt für Statistik in diesem Jahr – bedingt durch das geringere Verkehrsaufkommen in der Corona-Pandemie – im Zeitraum Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 Prozent zurückgegangen sind, birgt der Schulstart dennoch erhöhte Risiken.

Elterntaxis können gefährlich werden

Aus Angst vor Infektionen könnten sich noch mehr Erziehungsberechtigte für ein „Elterntaxi“ entscheiden. Der gut gemeinte Bring- und Holservice von Eltern, die ihr Kind direkt vor die Schule fahren, kann aber für zusätzliche Gefahren sorgen. Durch regelwidriges Anhalten oder riskante Wendemanöver können schnell gefährliche Situationen oder gar Unfällen bei der Fahrbahnüberquerung entstehen.

Haltestellen für Eltern

Der ADAC empfiehlt Schulen das Einrichten von speziellen Haltestellen für Eltern, die ihre ABC-Schützlinge mit dem Auto zur Schule bringen: „Der Weg zwischen Elternhaltestelle und Schule sollte mindestens 250 Meter betragen“, erklärt Wolfgang Lieberth, Verkehrsexperte vom ADAC Nordbayern und fügt hinzu: „Die Einrichtung einer Haltestelle sollte außerdem in verkehrsberuhigten Zonen liegen und auf der richtigen Straßenseite angelegt werden, damit Straßenquerungen gar nicht erforderlich sind.“ Generell sollte aber im Sinne einer erhöhten Verkehrssicherheit vor dem Schulgelände und mit Blick auf die Selbstständigkeit der Kinder auf Elterntaxis, wenn möglich, verzichtet werden.

Kiss & Go – Zonen an Schulen

Eltern sollten Kinder auf Gefahren hinweisen

Besonders risikoreich ist das Überqueren von Straßen an ungesicherten Stellen wie beispielsweise zwischen parkenden Autos. Grundschüler können hier von Autofahrern leicht übersehen werden. Hinzu kommt, dass gerade Erstklässler bis zu dreimal mehr Zeit benötigen, auf gefährliche Situationen angemessen zu reagieren. Der ADAC Nordbayern empfiehlt deshalb unbedingt ein vorheriges Einüben des Schulwegs zusammen mit den Eltern. Insbesondere im ersten Schuljahr ist dies für eine sichere Teilnahme der Kinder am Straßenverkehr eine Grundvoraussetzung.

Gehgemeinschaften bilden

Meist fühlen sich Schulanfänger nach einigen Wochen ausreichend für den Weg gewappnet, eine zusätzliche Möglichkeit ist die Bildung von Gehgemeinschaften mit anderen Schülern. Darüber hinaus sind die von vielen Grundschulen angebotenen Schulwegpläne, in denen Stellen markiert und alternative, sichere Schulwegempfehlungen aufgeführt werden, ein nützliches Hilfsmittel.

Artikel beruht auf einer Presseinformation des ADAC Nordbayern.

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