Symbolbild Maske. Foto: Jessica Hänse
Symbolbild Maske. Foto: Jessica Hänse

Eine neue Drucker-Generation braucht die Welt! Wie wäre es in 3D?

Außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Dieser Spruch beschreibt unser Verhalten und Handeln in Privat- und Berufsleben zu Corona-Zeiten so passend wie kaum eine andere Weisheit. Wir berichteten bereits, wie ein Realschüler aus Neuendettelsau mit wirksamen Gesichtsschilden aus dem 3D-Drucker einen kleinen Beitrag dazu geleistet hat, der Krise Herr zu werden. Mittlerweile haben auch große Unternehmen die Gunst der Stunde ergriffen und versuchen, unserem Alltagsleben einen kleinen Funken Normalität einzuhauchen.

Lungen-Modell per 3D-Drucker

Covid-19 gehört seit Mitte Februar 2020 zu den bekanntesten Krankheiten unseres Erdballs. Das Wissen über Covid-19 ist jedoch alarmierend gering: Über die Zusammensetzung der Erreger und die langfristigen Schäden sind sich Forscher bisweilen uneins. Das Unternehmen Axial 3D hat nun mit einem irischen Ärzteteam die Stadien der Lungen von Covid-19-Patienten mit der Hilfe von 3D-Druckern nachgestellt. Damit erhoffen sich die Beteiligten, Aufschluss über das Ausmaß der wachsenden Eitermengen und die Reproduktion des Narbengewebes zu erhalten.

Mehrweg-Masken für Vater Staat

Einen präventiven Weg verfolgen die Experten aus dem Hause Essentium: Bereits satte 60.000 Masken hat der Hersteller von 3D-Druckern dem US-amerikanischen Bundesstaat Texas übergeben, und er spielt offensichtlich mit dem Gedanken, weitere Chargen herzustellen. Das Besondere an den Masken ist die Fertigung in Kasten-Form. Dieses Kit ist wiederverwendbar und schont damit sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt. Lediglich die Filter, die aus Gewebe bestehen, das von der ASTM (steht für American Society for Testing and Materials) zertifiziert wurde, müssen gewechselt werden. Die 60.000 Gesichtsmasken-Kits aus den 3D-Druckern sollen die Kapazität von 1,9 bis 3,8 Millionen Einweg-Masken erbringen.

3D-Drucker nutzen, ohne einen zu kaufen?

Die Möglichkeiten, die 3D-Drucker mit sich bringen, sind zahlreich. Doch wer sich ein aktuelles Spitzenmodell zulegen möchte, muss mindestens 1.000 Euro auf den Tresen legen. Die Nachfrage hält sich aufgrund der hohen Preise und der nicht zu verachtenden Betriebskosten demnach (noch) in Grenzen. Wesentlich günstiger gelangt man über einen 3D Druckservice an Corona-Masken und Co. Denn Betreiber von 3D-Drucker Services fahren ihre Printer auch für Privatkunden hoch und erörtern das Druckverfahren sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Filamente. Spritzguss Anbieter können zudem Kleinstteile sowohl aus Plastik als auch aus bis zu 20 verschiedenen Metallen fertigen. Perfekt, um die hauseigene Schraubensammlung oder das Ersatzteillager aufzufrischen!

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