Waldbrand. Symbolfoto: Pascal Höfig
Waldbrand. Symbolfoto: Pascal Höfig

Waldbrandgefahr: Hubschrauber über Mittelfranken

Wegen der herrschenden Trockenheit und des sonnigen Wetters besteht aktuell eine sehr hohe Waldbrandgefahr in Mittelfranken. Die Regierung von Mittelfranken hat deshalb vorbeugend die Luftbeobachtung für den Regierungsbezirk Mittelfranken angeordnet. Dies geschah im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung und für den Zeitraum des Wochenendes von Freitag, 31. Juli, bis einschließlich Sonntag, 2. August 2020. Die Regierung von Mittelfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Erhöhte Vorsicht bei Waldausflügen

Wegen der gegenwärtigen Trockenheit ist die Vegetation brandgefährdet. Während des gesamten Wochenendes ist auf Grund des vorhergesagten schönen Wetters zudem mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur zu rechnen. Dadurch ist für den gesamten Zeitraum der angeordneten Luftbeobachtung die Waldbrandgefahr deutlich erhöht.

Parken und Zigaretten als mögliche Gefahren

Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette kann die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen. Die Regierung von Mittelfranken mahnt alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher zu besonderer Vorsicht und appelliert, das von Anfang März bis Ende Oktober geltende Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten und bei Freizeitaktivitäten besondere Vorsicht walten zu lassen. Auch das Parken auf trockenem Gras kann wegen der heißen Fahrzeugkatalysatoren die trockene Bodenvegetation entzünden.

Piloten in Funkkontakt mit Feuerwehr

Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Flugbereitschaft der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt. An Bord des eingesetzten Flugzeugs befinden sich neben dem Piloten je eigens dafür ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr, die die relevanten Waldgebiete aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen. Wird ein Brand festgestellt, wird aus der Luft per Funk die Feuerwehr alarmiert und die Einsatzkräfte werden zur Brandstelle gelotst. Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr durch die steigenden Temperaturen und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten ist.

Festgelegte Flugroute am Wochenende

Am Freitag wird vom Stützpunkt Gunzenhausen, am Samstag vom Stützpunkt Ansbach-Petersdorf und am Sonntag vom Stützpunkt Schwabach-Büchenbach aus geflogen. Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen. Durch die Luftbeobachtungsflüge mit den festgelegten Routen können die besonders gefährdeten Waldgebiete, zum Beispiel der Sebalder und Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und auch das westliche Mittelfranken aus der Luft gut eingesehen und auf mögliche Rauchentwicklung kontrolliert werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Regierung von Mittelfranken. 

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