Symbolbild Polizeiauto. Foto: Pascal Höfig.
Symbolbild Polizeiauto. Foto: Pascal Höfig.

Unfallflucht vorgetäuscht -„Räuberpistole“ ging nach hinten los

Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, gegen 02.00 Uhr, wurde der PI Rothenburg ein Unfall auf dem REWE-Parkplatz in Rothenburg o.d. Tauber gemeldet. Ein 18-jähriger junger Mann hatte einen lauten Knall gehört und sah einen weißen Pkw wegfahren.

Schaden an Fahrzeug

Da er seinen Wagen auch auf dem Parkplatz abgestellt hatte, ging er nachsehen und stellte einen Schaden an seinem Fahrzeug fest. Kurz darauf ging eine weitere Mitteilung über einen Wildunfall zwischen Adelshofen und Gattenhofen, ein. Der Fahrer (18 J.) soll hierbei aufgrund eines Wildwechsels gegen einen Baum gefahren sein.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass die Unfallschäden eher zu dem Schaden auf dem REWE-Parkplatz passen und nicht zu einem Aufprall gegen einen Baum. Im Laufe der Unfallaufnahme verstrickten sich die Beteiligten immer mehr in Widersprüche.

Gegen Fahrzeug gedriftet

Nach intensiven Befragungen und Ermittlungen kam dann die Wahrheit ans Licht. Die Beteiligten hatten sich auf dem REWE-Parkplatz getroffen um dort mit ihren Fahrzeugen zu „driften“. Dabei hatte sich ein 17-Jähriger ohne Führerschein eins der Fahrzeuge geschnappt, fuhr umher und prallte bei einem Driftversuch gegen das stehende Fahrzeug seines Bekannten. Um das alles zu vertuschen, dachten sie sich die Geschichte mit der Unfallflucht und dem Wildunfall aus.

Die Ermittlungen sind zwar noch nicht vollständig abgeschlossen, die Beteiligten sind aber zum großen Teil geständig. Auf den Schäden von über 5000 EUR werden sie wohl sitzen bleiben.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rothenburg.

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