Die "Jochsberger Mukolauf" Gruppe nahm fleißig am diesjährigen Mukolauf teil, um Spenden für Mukoviszidose-Erkrankte zu sammeln. Foto: Christin Kryszkiewicz
Die "Jochsberger Mukolauf" Gruppe nahm fleißig am diesjährigen Mukolauf teil, um Spenden für Mukoviszidose-Erkrankte zu sammeln. Foto: Christin Kryszkiewicz

Mukolauf 2020 trotz Corona-Zeiten

Eigentlich sollte der jährliche Amrumer Mukolauf gemeinsam mit dem Pfingstevent auf dem Gelände der Fachklinik Satteldüne am 30. Mai 2020 wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Beim Lauf sammelt man Spenden für Mukoviszidose, eine unheilbare Krankheit, bei der die Betroffenen vor allem unter Symptomen der Atemwege leiden. Sie ist die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung Mitteleuropas, weshalb jede Unterstützung notwendig ist. Dieses Jahr lief  alles anders, doch letztendlich kam der Mukolauf sogar bis nach Ansbach.

Gemeinsam durch die Krise

Unzählige E-Mails und Anfragen von Läufern, brachten die Aktion dann doch noch ins Rollen. Wieso nicht einen virtuellen Lauf starten? Zwar können die engagierten Läufer, nicht wie die letzten Male, zusammen auf der Insel in Schleswig-Holstein laufen, aber dafür einfach bei sich Zuhause. Der Mukolauf kam zu uns auf das Festland und ermöglichte jedem daran teilzunehmen. „Gemeinsam laufen wir durch die Krise“, war das diesjährige Motto. Am 30. Mai um 12:30 Uhr war es dann so weit. Jeder der sich davor online angemeldet hat, bekam eine Startnummer und konnte durch eine Laufapp Strecke und Zeit aufzeichnen. „Ihr Mukoläufer wart in dieser schweren Zeit in ganz Deutschland unterwegs, seid für die gute Sache gelaufen und habt die Krankheit Mukoviszidose ein Stück weiter in die Öffentlichkeit getragen“, so heißt es auf der Webseite des Amrumer Mukolaufs. 543 Läufer haben teilgenommen und insgesamt 57.920,52 € gesammelt. Das beste Ergebnis, das es jemals gab!

Diese Strecke legte die "Jochsberger Mukolauf" Gruppe zurück. Foto: Christin Kryszkiewicz

Diese Strecke legte die „Jochsberger Mukolauf“ Gruppe zurück. Foto: Christin Kryszkiewicz

Läufer aus Ansbach

Bereits letztes Jahr kam der Mukolauf nach Ansbach. Damals haben Norman Peters und Christian Hessel bei ihrer Wanderung einen Stopp in Jochsberg eingelegt. Dort hat Christin Nether den beiden ein schönes Essen zubereitet und anschließend zu ihrer Freundin Corinna Berlik gebracht, wo sie übernachten konnten. Die beiden Frauen haben eine ganz besondere Verbindung zu Amrum, sie selbst mussten wegen ihrer Kinder schon in die Fachklinik in Satteldüne. Als sie erfuhren, dass dieses Jahr der Lauf etwas umgestaltet wird, war den beiden klar, sie wollen ihren Beitrag dazu leisten. Sie gründeten mit ihren Kindern die Laufgruppe „Jochsberger Mukolauf“. Die Kinder liefen 4,5 Kilometer und die beiden Frauen bewältigten 13,5 Kilometer. Eine tolle Leistung, mit der sie 450 € sammeln konnten. Ein Applaus an alle Läufer und wer noch zusätzlich eine Spende abgeben möchte, kann das gerne auf der Homepage des Amrumer Mukolaufs tun.

Den beiden Frauen lag der Mukolauf sehr am Herzen. Foto: Christin Kryszkiewicz

Den beiden Frauen lag der Mukolauf sehr am Herzen. Foto: Christin Kryszkiewicz

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