Symbolbild Graffiti. Foto: Barbara Duna.
Symbolbild Graffiti. Foto: Barbara Duna.

Jugendrat beantragt Pfandringe und öffentliche Graffiti Wände

„Trotz der Einschränkungen in der Pandemie haben wir uns als Jugendrat online zusammengefunden, um uns weiter über die Belange der Jugendlichen in der Stadt Ansbach Gedanken zu machen“, so Oskar Pöpel, Mitglied des Ansbacher Jugendrats, in einer Pressemitteilung. Dabei seien für zwei Projekte die Unterstützung seitens der Stadt Ansbach nötig, für die nun Anträge formuliert wurden.

Öffentliche Graffiti Wände

„Im ersten Antrag fordern wir öffentliche Graffiti Wände.“ In Ansbach komme die doch eigentlich lebendige Jugendkultur optisch wenig zur Geltung. Hierfür wären öffentliche Graffiti Wände ein großartiges Mittel, an dem sich Jugendliche kreativ, politisch, künstlerisch und vor allem legal ausleben könnten, heißt es. „Wir, der Jugendrat Ansbach, schlagen vor, die Rampenflächen des aktuellen Skateplatzes und diverse andere Flächen (wieder) freizugeben. Ein konkretes Beispiel hierfür wäre die der Residenzstraße zugewandte Mauerseite des HSG Schießstandes.“

Pfandringe für Mülleimer

Der zweite Antrag betreffe zwar nicht direkt die Jugend, solle aber trotzdem als Wunsch des Jugendrats mit der Stimme der Jugendlichen verstanden werden, erklärt Oskar Pöpel in der Mitteilung. „Wir beantragen mit der Unterstützung des Seniorenbeirats Pfandringe für die öffentlichen Mülleimer der Stadt Ansbach.“

Pfandringe an Abfalleimern: Auch eine Idee für Ansbach?

Ein Pfandring ist ein ringförmiger Zusatz der zum Abstellen von Pfandflaschen an Mülleimern oder Pfosten angebracht wird. Altersarmut, Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne zwingen mehr und mehr Menschen dazu, Pfand zu sammeln. „Dabei ist das Herumsuchen in den Mülleimern der Stadt für diese Menschen eine Entwürdigung, die wir nicht für tragbar halten, und birgt zudem durch scharfe Gegenstände im Müll ein Verletzungsrisiko. Dies ließe sich durch das Einsetzen von Pfandringen verhindern. Wir schlagen vor, Pfandringe vorerst an vier belebten Standorten in Ansbach zu testen und bei einem positiven Resultat, weiterzuführen und auszuweiten“, so Pöpel.

- ANZEIGE -