Die Technik der Neuronavigation unterstützt Sektionsleiter Dr. Rustia (rechts) und sein Team bei zahlreichen neurochirurgischen Eingriffen. Foto: ANregiomed
Die Technik der Neuronavigation unterstützt Sektionsleiter Dr. Rustia (rechts) und sein Team bei zahlreichen neurochirurgischen Eingriffen. Foto: ANregiomed

Hightech-Medizin in „Corona-Zeiten“

Trotz der nach wie vor angespannten Pandemiesituation ist die medizinische Versorgung am Klinikum Ansbach auf hohem Niveau gewährleistet, so eine Pressemitteilung. Das Schwerpunktkrankenhaus erfüllt alle Voraussetzungen für die höchste Stufe der Notfallversorgung und ist außerdem als Regionales Traumazentrum zertifiziert.

Modernes Hightech Verfahren

Der Einsatz eines modernen computergestützten Verfahrens bietet jetzt zusätzliche Möglichkeiten bei komplizierten OPs im Bereich des Gehirns und der Wirbelsäule: Die Neuronavigation ermöglicht dem Operateur eine exakte Planung sowie die räumliche Orientierung bei zahlreichen neurochirurgischen Eingriffen.

Erstmalig in der Region

„Erstmals in unserer Region konnten wir eine notfallmäßige Operation bei einer schwerwiegenden Halswirbelsäulenverletzung mithilfe der Neuronavigation durchführen“, erklärt Dr. Alessandro Rustia, Leiter der Sektion Neurochirurgie am Klinikum Ansbach. Der betroffene Patient hatte durch einen Sturz auf den Kopf einen Bruch des ersten und zweiten Halswirbels mit lebensgefährlicher Bedrängung des Rückenmarks erlitten.

Den Neurochirurgen Cav. Dr. (Univ. Firenze) Alessandro Rustia und Dr. René Hebecker ist es in einer zweistündigen Operation gelungen, den komplizierten Bruch mit einem Titangestänge zu stabilisieren. Die Schrauben wurden dabei punktgenau navigiert in die Wirbelknochen eingebracht. „Bei dieser hoch instabilen Fraktur hat uns die Navigation sehr geholfen, die optimale Schraubenplatzierung zu erzielen“, so Rustia. Der Patient konnte bereits einen Tag danach die Intensivstation verlassen und wird in Kürze den Rehabilitationsaufenthalt antreten.

Neues Navigationsgerät

„Das Behandlungsergebnis ist aber auch ein Erfolg der guten Teamarbeit zwischen Notfall- und Intensivmedizinern, den Narkoseärzten sowie dem OP- und Pflegepersonal“, so der Sektionsleiter weiter. Seit 2019 gibt es in Ansbach wieder eine neuro- und wirbelsäulenchirurgische Rundumversorgung. Komplettiert wird das Dreierteam durch den Chirurgen Ghenadie Pasecinic. Das neue Navigationsgerät ermöglicht den Ärzten, zielgenaue Eingriffe am Hirn vorzunehmen, Katheter zu platzieren oder kleine Gewebeprobe-Entnahmen durchzuführen. Die Beeinträchtigung der Patienten ist dabei aufgrund der minimal-invasiven Technik vergleichsweise gering.

In Zukunft wollen die Wirbelsäulenspezialisten Dr. Rustia und Dr. Hebecker den routinemäßigen Einsatz der Navigation weiter vorantreiben. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: so kann unter anderem Rückenschmerzpatienten mit Arthroseveränderungen der Wirbelsäule, bei Instabilitäten, Wirbelgleiten und Fehlstellungen sehr effektiv geholfen werden.

Große Nachfrage

„Die Nachfrage ist groß. In den letzten Wochen konnten wir leider nur dringliche Fälle mit bereits eingetretener oder drohender neurologischer Schädigung versorgen“, betonen die beiden Neurochirurgen. Durch die Lockerung der Coronabeschränkungen bieten sie jetzt wieder regelmäßige Sprechstunden an.

Termine können über das Interdisziplinäre Diagnostikzentrum (IDZ) am Klinikum Ansbach unter Tel. 0981 484-2444 vereinbart werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von ANregiomed. 

- ANZEIGE -