Musiker, Sammy West, schrieb den Song "Du mei Ansbach" Foto: Sammy West/ Facebook
Musiker, Sammy West, schrieb den Song "Du mei Ansbach" Foto: Sammy West/ Facebook

Wir fragen Sammy West: Wie ist es als lokaler Musiker?

Der Song „Du mei Ansbach“ spricht vielen Ansbachern aus dem Herzen. Mit seinem typischen fränkischen Dialekt, singt Sammy West in diesem Lied viel über die Stadt Ansbach und seine Kindheit hier. „Für Ansbach, aus Ansbach, in Ansbach“, mit diesen Worten startet der Künstler sein Musikvideo auf Facebook. Seitdem hat er wieder fleißig unter seiner Eiche im Hofgarten komponiert und die Lieder „Mei Seel“ und „Frei wie a Vogel“ ebenfalls auf Facebook gepostet. Wir wollten wissen, was hinter den Liedern in Mundart steckt und haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Meine Heimat Ansbach

Ansbach Plus (AN): Wie kamst du auf die Idee, den Song „Du mei Ansbach“ zu schreiben?

Sammy West: Ich bin sehr offen für Eingebungen vom obersten Chef und die kommen immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Bei diesem Song saß ich auf der Terrasse mit einem Tässchen Kaffee und einer Gitarre und erinnerte mich an meine Kindheit und Jugend in Ansbach.

AN: Von welchen Momenten, Orten, Sachen hast du dich beim Schreiben des Textes inspirieren lassen?

Sammy West: Vom Blaubeerzupfen mit dem Opa im Wald, statt Kindergarten. Die sagenhafte Bäckerei Waidlein mit den besten Brezen genau gegenüber von unserem Haus. Und die leckeren Torten vom Café Schimm, die als einzige sonntags offen hatten.

AN: Wie haben deine Familie, Freunde und Fans auf den Song „Du mei Ansbach“ reagiert?

Sammy West: Meine Frau und Töchter sind sehr geduldig mit mir. Es ist super angekommen und hat bei vielen alten Ansbachern Erinnerungen geweckt.

Hauptsache es kommt vom Herzla

AN: Was ist das wichtigste, wenn man selber Lieder schreiben möchte? Was ist der Erfolgsschlüssel?

Sammy West: Ich schreibe vom Herzla und bin offen für das, was so daherkommt vom Himmel. Natürlich setzt es ein bisschen Musikkenntnisse und Erfahrung voraus, die im Laufe der Zeit bei Musikern immer besser werden.

AN: Seit wann machst du Musik und was bedeutet dir Musik?

Sammy West: Den Anfang legte mir mein Opa in den Schoß, der für sein Leben gern sein Akkordeon spielte und sehr stolz auf mich war, als ich ihn als Junge dann mit meiner ersten Gitarre begleiten konnte. Schon seit meiner Kindheit ist Musik ein sehr wichtiger Teil meines Lebens geworden, weil es Harmonie in die Seele und ins Herzla bringt.

Auf der Bühne und im Studio

AN: Was war dein größter musikalischer Moment?

Sammy West: Als ich als Vorband von Truck Stop spielte, mit meiner damaligen Country-Band. Und als ich meinen immer noch guten Freund Frank Diez von der Maffay Band kennenlernte und wir zusammen für meine Schüler über Jahre hinweg Workshops für fortgeschrittene Gitarristen machten.

AN: Hast du noch oft Auftritte und Konzerte?

Sammy West: Momentan fallen leider alle Live-Veranstaltungen ins Wasser, aber danach gehts natürlich wieder on Tour. Ich bin aber gern im Studio und bastle an meinen neuen Songs.

AN: Wie läuft so ein Workshop bei dir ab?

Sammy West: Ich biete in Sammy’s Musik-Workshop interessierten Anfängern oder Fortgeschrittenen meine Dienste in Sachen Gitarre oder Gesang mit Tonstudio an, damit sie musikalische Erfolgserlebnisse spüren, die oft bis hin zu Höchstleistungen, wie eigene Band oder eigene Musikschule, reichen. Das Wichtigste in meinen Stunden ist eine lockere, spaßige und natürlich professionelle Atmosphäre, damit das entspannte Gehirn gut aufnehmen und speichern kann. Aufbauende mentale Affirmationen sind sehr wichtig.

Gute fränkische Musik entsteht unter der Eiche

AN: Zu Ansbach: Was verbindest du mit Ansbach und wo ist dein Lieblingsort in der Stadt?

Sammy West: Meine gesamte Kindheit, Jugend und Erwachsensein in allen Sinnesbereichen verbinde ich mit Ansbach. Mein Lieblingsort ist die alte Eiche im Hofgarten bei der Liegewiese, an der ich gerne oft sitze und Energie tanke oder manchmal auch komponiere.

AN: Möchtest du den Lesern noch etwas mitteilen?

Sammy West: Fränkisch zu singen finde ich momentan am coolsten, weil mir so „mei Goschn“ gewachsen ist. Es wird noch in diesem Jahr ein Album von mir in dieser Mundart mit toller Musik geben. Ich wünsche jedem, dass er so oft wie möglich in sich geht, dann ist man nicht so oft außer sich.

Unsere Rubrik „Wir fragen…“

In unserer Rubrik „Wir fragen…“ stellen wir Ansbacher Persönlichkeiten aus den verschiedensten Lebensbereichen vor und fragen sie nach ihren Erfahrungen. Wen wolltet ihr schon immer mal etwas Bestimmtes fragen? Schreibt uns per Mail an redaktion@ansbachplus.de oder kommentiert unter unserem Facebook-Posting!

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