Gefiederter Nachwuchs im fränkischen Freilandmuseum. Foto: Lisa Baluschek
Gefiederter Nachwuchs im fränkischen Freilandmuseum. Foto: Lisa Baluschek

Gefiederter Nachwuchs im Fränkischen Freilandmuseum

Sechs kleine Küken hüpfen fiepend um ihre Mutterglucke. Zum Frühjahr gibt es Nachwuchs beim Federvieh im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken.

Gleich sechs Küken

Sorgsam versteckt hinter einem Heuballen im Ziegen- und Schweinestall hat die Bruthennen ein Nest gebaut. Zweiundzwanzig Tag saß die eifrige Glucke dann auf ihren Eiern und hat sie sorgsam gewärmt, bis schließlich aus sieben Eiern gleich sechs Küken geschlüpft sind. „Das ist ein guter Bruterfolg für ein Ramelsloher Huhn; normal wären eher 50%.“, meint die Landwirtin des Museums, Nicole Hammel.

All dies hat allerdings auch die Museumkatze genau beobachtet. Deshalb durften die Küken gleich nach der Geburt in den Kükenstall auf dem Seubersdorfer Hof umziehen, der von oben abgedeckt ist. So sind sie vor der Katze und Greifvögeln sicher. Sofort nach dem Schlüpfen laufen die Küken los und picken. Wenn sie Angst haben oder noch etwas Wärme brauchen, kriechen sie unter das Gefieder der Glucke.

Brut bei Gänsen weniger erfolgreich

Bei den Gänsen hat das mit der Brut leider nicht so gut geklappt. Deshalb gibt es heuer junge Gänse vom Geflügelhof. Diese brauchen anfangs noch eine Wärmelampe. Aber die Museumsgänse haben sie sofort adoptiert. Wütend schimpft der männliche Ganter der Rasse Fränkische Landgänse auf die Fotografin, wenn sie seinen Jungen zu nahe kommt.

Nachwuchs sowohl bei den Ramelsloher Hennen und den fränkischen Landgänsen, die sich unter einer Wärmelampe wärmen. Foto: Lisa Baluschek

Nachwuchs sowohl bei den Ramelsloher Hennen und den fränkischen Landgänsen, die sich unter einer Wärmelampe wärmen. Foto: Lisa Baluschek

Die alte Rasse der Ramelsloher Hühner, die das Fränkische Freilandmuseum hält, ist ein Zweinutzungshuhn. Das heißt die Menschen nutzen die Eier und das Fleisch. Wilhelm Busch bringt es 1865 im ersten Streich von Max und Moritz auf den Punkt, wie vielseitig der Nutzen war, den die Bauern aus ihrem Geflügel zogen:

„Mancher giebt sich viele Müh‘

Mit dem lieben Federvieh;

Eines Theils der Eier wegen,

Welche diese Vögel legen,

Zweitens: weil man dann und wann

Einen Braten essen kann;

Drittens aber nimmt man auch

Ihre Federn zum Gebrauch

In die Kissen und die Pfühle,

Denn man liegt nicht gerne kühle“

Hähne abzugeben

Diese Woche dreht sich in den Sozialen Medien und auf der Museumswebseite alles um die Tiere im Freilandmuseum. Die kleinen Ramelsloher Hähne sind abzugeben, weil in einem Hühnerstall immer nur ein einzelner Hahn sein kann. Interessenten können sich gerne im Museum melden. Wenn das Museum wieder geöffnet hat, sind die Ramelsloher Hühner auf dem Seubersdorfer Hof unterwegs.

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung des Fränkischen Freilandmuseums.

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