Landwirtschaft. Symbolbild: Dominik Ziegler
Landwirtschaft. Symbolbild: Dominik Ziegler

Das finden die Ansbacher positiv an der Corona-Zeit

Negative Nachrichten gibt es zurzeit viele: Seit der Ausbreitung des Corona-Virus Anfang 2020 hält die Welt den Atem an. Der Alltag jedes Menschen verändert sich – Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Veranstaltungen werden abgesagt, Einkaufen und Busfahren nur noch mit Maske und und und. Doch darf man im Leben nicht immer nur die negativen Seiten sehen. Warum sich nur darauf konzentrieren, wenn man auch die ganzen positiven Dinge wertschätzen kann?

Die Zahl der Genesenen steigt nämlich ebenfalls an, und auch gab es zuletzt viele Lockerungen und eine Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen. Dennoch haben wir Euch, die Würzburg erleben-Community, letzte Woche gefragt „Welche positiven Erfahrungen zieht Ihr aus der Corona-Zeit?“

Zu sich selbst finden

Dadurch, dass man nun nicht mehr so viel unternehmen darf bzw. kann, hat man auch viel mehr Zeit – also auch Zeit für sich selbst. Wenn man diese Zeit sinnvoll nutzt, kann dies viel bewirken – auch für die mentale Gesundheit. Unter anderem auch durch die Entschleunigung. Termine werden abgesagt – die Welt steht still. So antwortet Stefan: „Dass die Leistungsgesellschaft mal zur Ruhe kommt.“ Das meint auch Claudia: „Also ich genieße es gerade zu sehen, wie wir alle (ganze Familie) entschleunigt, man mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben hat. Wir genießen die Zeit mit unseren Hunden, unseren Garten, die Natur. Ich merke, dass man ganz viele Dinge, die sonst so wichtig erschienen sind, eigentlich gar nicht wichtig sind.

Wald. Symbolfoto: Pascal Höfig

Wald. Symbolfoto: Pascal Höfig

Allgemein hat man in dieser Zeit viel mehr Möglichkeiten, Sachen zu erlernen, für die man davor keine Zeit hatte. Die Ausrede „Ich hab keine Zeit“ gilt jetzt nicht mehr. Egal, ob ein neues Hobby, ein neues Buch anfangen, wieder mal mehr Sport machen oder abends ein Bad nehmen – Zeit für sich bewirkt Wunder. Muniel hat dies ausgenutzt: „und dass, ich eine neue Fremdsprache lerne!!“ Die Menschen werden außerdem achtsamer – besonders der Natur gegenüber.

Bäume pflanzen im Homeoffice

So betrachtet man den Weinberg beim Spaziergang ganz anders, als zuvor. Man schätzt jeden Sonnenuntergang wert und genießt diesen. Außerdem nimmt man nicht mehr alles als selbstverständlich!“

Fürsorgliche Mitmenschen

Manche, die den Glauben an die Menschheit schon verloren haben, werden nun überrascht sein: In der derzeitigen Situation bedarf es eines großen Zusammenhalts von allen Menschen. Sobald einer aus der Reihe tanzt, kommt es schon zu Komplikationen. Doch tatsächlich halten sich die meisten an die geltenden Vorschriften. Sie tragen Masken, halten Abstand, helfen einander.

#CoronaNachbarschaft in Ansbach

Auch Nachbarschaftsvereine wurden gegründet, um Menschen in Quarantäne und älteren Personen zu helfen, indem sie ihre Einkäufe erledigen. Das „Wir-Gefühl“ wird spürbar. Alle halten zusammen – egal, ob groß, klein, jung, alt, arm oder reich. Das Virus betrifft jeden und so halten auch alle zusammen.

Verbesserte Luft, weniger Verkehr

Aufgrund der derzeitigen Lage wurde auch fast der gesamte Flugverkehr flach gelegt, da Urlaube und weitere Reisen ins Ausland verboten sind. Durch die Ausgangsbeschränkung darf man zudem nur noch wegen eines triftigen Grundes nach draußen in die Stadt. Viele Angestellte arbeiten außerdem im Home-Office.

5 Tipps für’s Homeoffice

Das heißt, es herrscht viel weniger Verkehr auf den Straßen. Dadurch gelangen auch viel weniger Abgase in die Umwelt. Der CO2 Ausstoß sinkt und die Natur muss viel weniger leiden. Das sieht auch Drea so: „So entspannt war es schon lange nicht mehr: Zeit für den Garten und Hobbys, weniger Autos und Leute unterwegs, die Luft ist besser und alles geht langsamer.“ Auch im ÖPNV hat man gleichzeitig mehr Platz und muss sich nicht mehr neben den Nebenmann im Bus quetschen. Der Weg zu Arbeit wird angenehmer. Da weniger Autos unterwegs sind, kommt es zu weniger Verkehrsbehinderungen. Auch Carsten profitiert: „Sofort Parkplatz verfügbar!“ Wie man sieht, gibt es auch Vorteile in dieser harten Zeit.

Mehr Zeit für die Familie

Kindergärten und Schulen sind zu. Außerdem müssen viele Menschen von daheim aus arbeiten. Das bedeutet, dass sowohl Kinder, als auch Eltern mehr Zeit daheim verbringen. Man kann zusammen kochen, Brettspiele spielen, spazieren gehen, sich unterhalten und viele weitere Sachen zusammen unternehmen. Was kann es für die Kinder denn Schöneres geben, wenn die Eltern zu Hause sind und sich Zeit für die Familie nehmen? Die Familie ist und bleibt das wichtigste und besonders in Situationen wie diesen muss man zusammenhalten.

Anita sieht ebenfalls viel Positives in dieser Situation: „Dass ich viel mit der Familie über Skype spreche, dass es meiner Familie und mir gut geht. Dach über den Kopf, Bett usw. und warten, dass irgendwann so etwas wie Normalität einkehrt“ Antje bestätigt dies: „Ich genieße die Ruhe, unseren Garten, das Familienleben und vor allem die Entschleunigung. So intensiv haben wir das vorher nicht erlebt.

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