Wie kann man z.B. ohne direkten Kontakt zu Hilfebedürftigen deren Hunde ausführen? Foto: Pascal Höfig
Wie kann man z.B. ohne direkten Kontakt zu Hilfebedürftigen deren Hunde ausführen? Foto: Pascal Höfig

Kein direkter Kontakt zu Hilfebedürftigen: So kann man trotzdem helfen

Gastbeitrag von Laura Fehl.

“Soziale Kontakte weitestgehend einschränken”, so lautet die Ansage der Behörden während der Corona-Krise. Wer sich dazu entscheidet seinem Nachbarn, Freunden oder anderen Hilfebedürftigen mit Einkäufen und Erledigungen zur Seite zu stehen, der sollte also den direkten Kontakt vermeiden. Doch auch ohne persönlichen Kontakt können Helfer Bedürftigen bei Erledigungen unter die Arme greifen. Um den direkten Kontakt zu vermeiden, sollten vorher Vereinbarungen getroffen werden, die beiden Seiten die Hilfsaktionen erleichtern.

Klar definierte Orte und Zeiten festlegen

Egal, um welchen Botengang es geht, es sollte immer ein genauer Ort und Zeitpunkt zum Abholen oder Abliefern von Gegenständen festgelegt werden. Wenn der Helfer nicht genau weiß, wo sich Gegenstände zum Abholen befinden, kann er Botengänge nicht ohne weiteres unkompliziert erledigen. Umgekehrt genauso. Eine genaue Kommunikation zwischen Helfer und Hilfebedürftigen über Ablageorte und Zeiten ist also entscheidend für ein funktionierendes Hilfsangebot. Mit genauen Absprachen können direkte Kontakte vermieden und so das Risiko einer Ansteckung und der weiteren Ausbreitung von Corona vermieden werden.

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Einkaufslisten können zum Beispiel in den Briefkasten des Helfenden geworfen werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Einkaufsliste telefonisch mitzuteilen oder an die Haustür zu heften. Das Geld für den Einkauf wird ebenfalls vorher vereinbart und dann etwa per Banküberweisung dem Helfenden übertragen.

Beispiel: Hund ausführen für Hilfebedürftige

Während Einkäufe beispielsweise ältere Menschen vor eine Herausforderung stellen, ist es das Gassigehen für Hundebesitzer. In diesem Fall sollten freiwillige Hunde-Ausführer eine eigene Leine mitbringen. So wird eine Infizierung mit dem Coronavirus über die Hundeleine vermieden. Der Hund wird in einem Abstand von mindestens eineinhalb Metern “übergeben”. Sollte der Hund scheu sein und nicht sofort auf den Helfer zukommen, können Leckerlis behilflich sein. Diese sollte der Helfer ebenfalls selbst parat haben. Am besten man spricht vorher mit dem Hundebesitzer, was das Tier essen darf und was nicht. Nach dem Gassigehen wird der Hund vor der Haustür abgeleint und zu seinem Herrchen oder Frauchen geschickt.

Tierliebe Helfer müssen sich vor einer Ansteckung durch Tiere nicht sorgen. Eine Übertragung des Coronavirus von Katze oder Hund auf den Menschen besteht nicht. Darauf gebe es laut den Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang keine Hinweise.

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