Symbolbild Wahl. Foto: Laura Göpfert
Symbolbild Wahl. Foto: Laura Göpfert

Umfrage unter Frauen zur kommunalpolitischen Teilhabe

Unter dem Motto „Frau – du hast die Wahl“ veranstaltete das Frauennetzwerk Ansbach zusammen mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Ansbach im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März eine Befragung zur politischen Teilhabe, die sich gezielt an Frauen ab 16 Jahren richtete. Die Aktion sollte zum einen für den Anteil an Frauen in der Politik sensibilisieren sowie den wahlberechtigten Frauen einen Impuls geben, sich Überlegungen zum eigenen Wahlverhalten zu machen, so heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Für höheren Frauenanteil im Stadtrat

Die knapp 100 Teilnehmerinnen sprachen sich dabei eindeutig für einen höheren Frauenanteil im zukünftigen Ansbacher Stadtrat aus. 71 Prozent der Befragten wünschen sich eine Steigerung des Anteils weiblicher Stadträte, aktuell sieben Frauen, sowie einen Frauenanteil von 50 Prozent und mehr. Auf den aktuellen Bewerberlisten für den Stadtrat befinden sich unter den 327 Bewerberinnen und Bewerbern 129 Frauen.

Als selbst politisch aktiv bezeichnete sich knapp ein Fünftel der Befragten. Den nicht politisch aktiven Frauen fehle es überwiegend an der Zeit, um sich selbst einzubringen. Zudem wurde die Vereinbarkeit mit familiären Verpflichtungen sowie mangelndes Vertrauen in die Politik als Hinderungsgrund genannt.

Gleichberechtigung noch nicht umgesetzt

Rund ein Drittel der Befragten stellten fest, dass Gleichberechtigung und Chancengleichheit in der Praxis bislang noch nicht umgesetzt seien. 22 Prozent der befragten Frauen fordern eine Verbesserung in der Kinderbetreuung und familienfreundlichere Arbeitszeiten. Weitere Wünsche waren verbesserte Konditionen beim ÖPNV sowie die Sicherstellung und Verbesserung der medizinischen Versorgung und Betreuung. Frauenspezifische Forderungen, etwa zum Thema Sicherheit und Frauenparkplätze wurden aus dem Kreis der Befragten hingegen kaum genannt. Verbessert werden müsse jedoch die Fahrradfreundlichkeit und der soziale Wohnungsbau auch im Hinblick auf die Barrierefreiheit.

Zufrieden mit der Beteiligung und den geführten Gesprächen zeigten sich die Organisatorinnen vom Ansbacher Frauennetzwerk und der Gleichstellungsstelle. Einig sind sich die Vertreterinnen der Kirchen, Gewerkschaften, von Beratungs- und Anlaufstellen und Politikerinnen mit Blick auf das Ergebnis der Umfrage, dass von Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen noch nicht gesprochen werden könne. Hier seien noch viele Anstrengungen nötig und möglich. „Denn verwirklichte Gleichstellung ist Mehrwert und Gewinn für alle Menschen“, wie die Gleichstellungsbeauftrage Lisa-Marie Buntebarth betont.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Ansbach.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT