Symbolbild Wahl. Foto: Laura Göpfert
Symbolbild Wahl. Foto: Laura Göpfert

Alles Wichtige auf einen Blick: Die Kommunalwahlen 2020

Am 15. März 2020 ist es wieder nach sechs Jahren so weit. Die Kommunalwahlen stehen in Bayern an und damit auch in unserer Stadt Ansbach. Hier haben wir euch die wichtigsten Informationen zu den Wahlen zusammengefasst.

Wer wird gewählt?

Bei den diesjährigen allgemeinen Gemeinde- und Landeskreiswahlen werden Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister, Landräte, Gemeinde- bzw. Stadtratsmitglieder und alle Kreisräte gewählt. Von 8 bis 18 Uhr können die Stimmen in den jeweiligen Stimmbezirken abgegeben werden. In Ansbach kann man für 40 Sitze im Stadtrat kandidieren, dafür muss man den 18. Lebensjahr erreicht haben. Zudem entscheidet sich, wer in Ansbach Oberbürgermeister wird. Seit 2008 ist Carda Seidel Oberbürgermeisterin und kandidiert auch dieses Jahr. Konkurrenz bekommt sie dabei vom ebenfalls parteilosen Kandidaten Hans-Jürgen Eff, von Thomas Deffner für die CSU und von Kathrin Pollack, der Vorstandsvorsitzenden des SPD-Kreisverbands Ansbach-Stadt. Zudem treten Rüdiger Silberer von der FDP und Elke Homm-Vogel, Vorsitzende der Freie Wähler-Fraktion, an. Zuletzt zieht auch Johannes Meier von der AfD ins Rennen.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle deutschen und europäischen Staatsangehörigen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt, sich seit mindestens zwei Monaten in der Gemeinde bzw. im Landkreis mit ihrem Lebensschwerpunkt aufhalten und nicht infolge einer Gerichtsentscheidung vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Seit 2019 dürfen auch Menschen, für die ein Betreuer in allen Angelegenheiten bestellt ist, an den Wahlen teilnehmen. Das teilt das bayerische Staatsministerium mit.

Neues Auszählungsverfahren

Zum ersten Mal soll ein neues Auszählungsverfahren für die Kommunalwahlen zum Einsatz kommen, das sogenannte Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Damit soll eine Verteilungsverzerrung zugunsten großer Parteien vermieden werden. Das Verfahren wird auch Divisorverfahren genannt, da die stimmen der Parteien durch einen geeigneten Divisor nach Standardrundung gerundet werden. Damit soll die Sitzzuteilung sich neutral zur Stärke der Parteien verhalten. Das Verfahren wird bereits bei Land- und Bundestagswahlen sowie der Europawahl verwendet.

Wann kommt es zur Stichwahl?

Das ist verhältnismäßig zum Divisorverfahren recht simpel. Bei der Wahl von Bürgermeister und Landrat soll die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent erreicht werden. Geschieht das nicht, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden besten Kandidaten. Die Ergebnisse kommen dann am Sonntag, den 29. März, raus.

Wählen durch Briefwahl

Für die Briefwahl muss ein Wahlschein mit den zugehörigen Briefwahlunterlagen schriftlich oder persönlich beim Wahlamt der Wohnsitzgemeinde beantragt werden. Der Wahlscheinantrag kann in der Regel bis zum zweiten Tag vor der Wahl beantragt werden. Weitere Informationen zur Briefwahl findet man hier.

Auf diese Weise kann man den Wahlschein beantragen:

  • durch vollständiges Ausfüllen des auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckten Formulars, das Sie per Post an die Gemeinde zurückschicken oder dort abgeben
  • über ein entsprechendes Online-Formular im Internet (ggf. via QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung)
  • auf andere Weise schriftlich (z. B. per Brief, Fax, E-Mail) unter Angabe der notwendigen Daten oder persönlich durch Vorsprache bei der Gemeinde

Danach erhält man folgende Unterlagen:

  • einen Wahlschein
  • die Stimmzettel
  • die Stimmzettelumschläge
  • einen roten Wahlbriefumschlag
  • ein Merkblatt
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