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Das Klinikum Ansbach. Foto: Nico Jahnel
Das Klinikum Ansbach. Foto: Nico Jahnel

ANregiomed-Kliniken auf Corona-Virus vorbereitet

Die Kliniken des ANregiomed-Verbundes sind auf ein Auftreten von Corona-Verdachtsfällen vorbereitet, so heißt es in einer Pressemitteilung. „Mehrere aus Risikogebieten rückkehrende Patienten mit verdächtigen Symptomen wurden bereits getestet“, sagt Dr. Ingo Eisenhuth, Hygienebeauftragter Arzt im ANregiomed-Klinikverbund, kann aber gleichzeitig für den Moment Entwarnung geben: „Bisher hat sich kein Verdachtsfall bestätigt.“

Leichte Symptome

Bei leichteren Symptomen, bei denen keine Indikation für eine stationäre Versorgung besteht, muss die Behandlung ambulant erfolgen, auch wenn ein begründeter Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. „Bei solchen Patienten ist nach den aktuellen Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) zwar eine Isolation erforderlich, diese kann aber zuhause erfolgen“, so der Facharzt für Innere Medizin und Hygiene-Fachmann.

Ärztliche Einweisung nötig

„Die begrenzten stationären Kapazitäten, die wir in unseren Kliniken in Form von Isolationszimmern vorhalten, werden für Patienten gebraucht, die aufgrund einer schweren Erkrankung einer stationären Behandlung bedürfen“ erklärt ANregiomed- Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer. Nur Patienten mit ärztlicher Einweisung, die in einer Klinik behandlungsbedürftig sind, würden deshalb stationär aufgenommen, isoliert und, sofern nicht bereits durch den Hausarzt erfolgt, auf COVID-19 sowie zusätzlich auf Influenza A/B getestet.

Speziallabor muss Proben untersuchen

„Da wir selbst nicht die technischen Möglichkeiten haben, die Auswertung der Tests durchzuführen, müssen die Proben in ein spezialisiertes Labor geschickt werden“, so der ANregiomed-Vorstand. Deshalb könne es bis zu 48 Stunden dauern, bis ein Ergebnis vorliegt. Würde sich tatsächlich der Verdacht auf eine Corona-Virus-Infektion bestätigen, bleibe der Patient isoliert, und die weitere Behandlung der meldepflichtigen Erkrankung würde in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt erfolgen.

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An Hausarzt verweisen

„In den letzten Tagen sprechen bei uns gehäuft Reiseheimkehrer aus Norditalien vor, die befürchten, sich angesteckt zu haben“, ergänzt Dr. Andre Römgens, Leiter der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Ansbach. „Diese müssen wir leider an den Hausarzt verweisen, denn an einem Screening für Patienten mit unspezifischen oder gar keinen Beschwerden können wir uns aufgrund der begrenzten Notfall-Kapazitäten nicht beteiligen. Hier sind die niedergelassenen Ärzte zuständig, die die Testung bei begründetem Verdacht ambulant in der Praxis durchführen können.“

Wie der BR berichtet, gebe es derzeit einen bestätigten Fall in Mittelfranken. Es handele sich dabei um einen Hautarzt aus Erlangen, der mit einem Italiener in Kontakt stand, heißt es. Der Arzt werde zurzeit in der Uniklinik Erlangen behandelt.

Wann ist Verdacht begründet?

Der Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 ist begründet, wenn mindestens eine der beiden folgenden Konstellationen vorliegt:

  • Personen mit akuten Atemwegssymptomen oder unspezifischen Allgemeinsymptomen UND Kontakt mit einem bestätigten Fall einer Infektion mit dem Corona-Virus.
  • Personen mit akuten Atemwegssymptomen UND Aufenthalt in einem Risikogebiet. Dazu zählen neben China und zwei Provinzen in Iran und Südkorea seit Dienstag auch die Regionen Lombardei und Venetien in Norditalien.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung von ANregiomed.

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