Kfz-Mechaniker Sebastian Reinhardt aus Lehrberg sagt, worauf es ankommt. Foto: Sebastian Reinhardt
Kfz-Mechaniker Sebastian Reinhardt aus Lehrberg sagt, worauf es ankommt. Foto: Sebastian Reinhardt

Wir fragen Sebastian: Wie ist es eigentlich als Kfz-Meister?

Sebastian Reinhardt ist seit 2009 im Kfz-Gewerbe tätig und gründete im Jahr 2018 seine Kfz-Meisterwerkstatt in Lehrberg, im Landkreis Ansbach. Er hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Doch wie ist das eigentlich als selbständiger Autoschrauber und an welche Geschichte erinnert sich Sebastian noch in 20 Jahren? Wir haben ihn gefragt!

Warum Kfz-Mechaniker?

Ansbach Plus (AP): Wieso wolltest du Kfz-Mechaniker werden und was macht dir am meisten Spaß an deinem Beruf?

Sebastian: „Eigentlich wollte ich das nicht werden! Durch Zufall habe ich eine Lehre in einer Kfz-Werkstatt bekommen. Dadurch habe ich die Liebe zu diesem Beruf für mich entdeckt. Dies ist definitiv ein Beruf, den man lieben muss. Vor allem der Umgang mit Kunden und Mitarbeitern macht mir Spaß. Selbstverständlich auch die Problemlösung, die uns jeden Tag am Auto vor neue Herausforderungen stellt.“

AP: Der Frauenanteil ist in diesem Beruf eher gering. Findest du, die Arbeit ist nur etwas für Männer?

Sebastian: „Der Beruf ist eher ein schmutziger Beruf, der viel körperliche Anstrengung abverlangt! Eine Frau in der Kfz-Werkstatt? Das war bis vor einigen Jahren noch die Ausnahme. Das hat sich inzwischen geändert! Durch den Generationswechsel wächst die Anzahl an Frauen stetig!“

Was muss man können?

AP: Welche Voraussetzungen sollte man für den Beruf haben?

Sebastian: „Technisches Verständnis und Interesse, viel Ehrgeiz, Teamfähigkeit, Spaß an der Arbeit, Interesse an eigenständiger Weiterbildung und keine Angst, dreckig zu werden!“

AP: Welche Art von Service wird am meisten beansprucht?

Sebastian: „Kundendienst, Tuning/Software Optimierung und Arbeiten an Motoren.“

Dankbare Kunden

AP: Hast du eine Geschichte in deinem Beruf erlebt, an die du dich immer erinnern wirst?

Sebastian: „Zu unserem Service gehört am Schluss der Reparatur die Reinigung der Fußmatten dazu – auch bei einem Auto, das über 20 Jahre alt ist. Als der Kunde sein Auto nach der Reparatur abholte, dauerte es fünf Minuten bis er zurück war und total aufgelöst mit Tränen in den Augen ankam um sich vielmals für diesen tollen Service zu bedanken.“

AP: Hast du einen Tipp, woran man als Laie eine Werkstatt mit fairem Preisen-Leistungs-Verhältnis erkennen kann?

Sebastian: „Ja! Wie wird der Kunde behandelt? Fühlt sich der Kunde wohl? Ein Blick in die Werkstatt: Herrscht Ordnung oder Chaos? Das sagt oft schon sehr viel aus!“

Unsere Rubrik „Wir fragen…“

In unserer Rubrik „Wir fragen…“ stellen wir Ansbacher Persönlichkeiten aus den verschiedensten Lebensbereichen vor und fragen sie nach ihren Erfahrungen. Wen wolltet ihr schon immer mal etwas Bestimmtes fragen? Schreibt uns per Mail an redaktion@ansbachplus.de.

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