U.S. Army Garrison Ansbach in Katterbach. Foto: Armin Höfig
U.S. Army Garrison Ansbach in Katterbach. Foto: Armin Höfig

PFC: Gutachten der US-Army im Stadtrat vorgestellt

In der heutigen Stadtratssitzung informierte Oberst Steven Pierce über das PFC-Gutachten, welches in der vergangenen Woche der Stadt Ansbach nach monatelangem Drängen in der deutschen Übersetzung übergeben wurde, dies berichtet die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Das Gutachten behandelt drei Schwerpunkte.

Sanierung & Grundwasser-Reinigung

Zum einen die Sanierung des Schadensherdes am ehemaligen Feuerlöschübungsplatz, hier müssen rund 28.500 Kubikmeter Boden ausgehoben werden und mit Adsorbentien behandelt werden. Allerdings gibt es hierzu bisher noch kein als wirksam anerkanntes Verfahren, weshalb zuvor noch entsprechende Pilotversuche erforderlich sind. Der zweite Schwerpunkt betrifft den Schaden an einer zweiten Schadensstelle, dem sog. Alten Feuerlöschübungsplatz, dieser konnte im Rahmen der Untersuchungen nicht abschließend bewertet werden. Der dritte Schwerpunkt des Gutachtens betrifft eine Abstromsicherung. Auf einer Fläche von rund 350 Metern sollen dafür 20 Grundwasserbrunnen errichtet werden, die das abströmende Grundwasser reinigen. Sowohl von Seiten Oberbürgermeisterin Carda Seidel als auch des Stadtrates wurde in diesem Zusammenhang deutlich gemacht, dass es nun keine weiteren Verzögerungen mehr geben darf, sondern schnellstmöglich eine Umsetzung zu erfolgen hat.

Stadtrat stimmt für Veröffentlichung des Gutachtens

Mehrere Stadträte hatten im Vorfeld der Sitzung um die Herausgabe des Gutachtens gebeten. Eine dementsprechende Anfrage der Verwaltung im Vorfeld der Sitzung wurde aber seitens der US-Army als Auftraggeber des Gutachtens negativ beschieden. Rechtsdirektor Udo Kleinlein erläuterte, dass davon jedoch nicht die Möglichkeit einer Einsichtnahme betroffen ist, diese sei durch die Stadträte jederzeit möglich, worüber anfragende Stadträte auch informiert wurden.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel appellierte eindringlich an Oberst Steven Pierce, sich bei seiner vorgesetzten Behörde für die Freigabe einzusetzen, da eine bloße Einsichtnahme angesichts des Umfangs des Gutachtens keine adäquate Möglichkeit der Information darstelle. Um dem Wunsch nach Veröffentlichung mehr Ausdruck zu verleihen, stimmte im Anschluss die Oberbürgermeisterin zusammen mit dem gesamten Stadtrat für die Veröffentlichung des Gutachtens.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Ansbach.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT