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Mitglieder im Jugendrat Ansbach. Foto: Bettina Bocskai
Mitglieder im Jugendrat Ansbach. Foto: Bettina Bocskai

CSD, Skaterplatz & Co.: Das ist der Jugendrat Ansbach

Der Jugendrat kümmert sich um Anliegen und Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Ansbach. Eine Aufgabe, die definitiv mehr als nur zwei Hände benötigt. In den Jahren 2018 und 2019 haben sich elf Jugendliche zusammengetan, um einige Veränderungen zugunsten der Kinder in Ansbach zu erreichen. Doch wie funktioniert die Zusammenarbeit im Jugendrat? Dafür haben wir letzte Woche Donnerstag die Jugendratssitzung mitverfolgt.

Um 17 Uhr treffen sich die Jugendlichen im Schülercafé „Timeout“, um zusammen die nächsten Aufgaben zu planen. Die Stimmung ist heiter und man merkt schnell, dass hier gute Freundschaften entstanden sind. Nach dem kurzen persönlichen Austausch bittet Assia Rizk um Aufmerksamkeit,  sie hält die Tagesordnung in der Hand. Als FSJlerin gehört es zu ihren Aufgaben organisatorische Bereiche zu übernehmen und die Gruppe über die neusten Ereignisse zu informieren. Folgende wichtige Aspekte stehen für die engagierten Jugendlichen auf der Tagesordnung:

Christopher Street Day (CSD)

Das Bunte Bündnis Ansbach und der Ansbacher Jugendrat veranstalten am 30.11.2019, den ersten Ansbacher Christopher Street Day. Da dieser wegen der langen Planung erst Ende November stattfindet, steht dieser unter dem Motto: Winter CSD Frei L(i)eben. Die Kundgebung und die Demonstration finden um 13 Uhr am Ansbacher Schlossplatz statt. Der Fokus soll auf die gesellschaftliche Gleichstellung der LGBTQ-Gemeinschaft gerichtet sein. Dafür arrangieren die Jugendlichen einen Demonstrationszug durch Ansbach, wo jeder mitmachen kann. Zudem gibt es verschiedene Redebeiträge und musikalische Unterhaltung durch die Band Untold Dream und einen DJ. Am Abend beginnt ab 20 Uhr im Ansbacher Speckdrumm eine CSD Party (ab 16 Jahren), wo verschiedene DJ’s auflegen werden.

Neuwahlen für 2020/21

Das Ende der Legislaturperiode naht. Vom 2.12. bis 20.12.19 stehen 13 Kandidaten, zwischen 13-25 Jahren zur Wahl. Eine Kandidatur und auch das Wahlrecht setzt voraus, dass man entweder in Ansbach wohnt oder hier zur Schule geht. Elf Vertreter wählen Kinder und Jugendliche für die Jahre 2020 und 2021 aus. Die Wahlen finden an allen weiterführenden Schulen in Ansbach statt, zudem gibt es einige offene Urnen, wie beispielsweise in der Maschinenbauschule und im Amt für Kultur und Tourismus. Der Jugendrat plant danach ein Kennenlern-Essen, um die neuen und alten Mitglieder zusammenzuführen und gemeinsam die kommenden Jahre zu planen.

Erreichte Projekte und Herausforderungen

Natürlich ist es nicht immer leicht alle Interessen und Anliegen in die Wirklichkeit umzusetzen. Das braucht viel Planung und eine gute Organisation. Über die letzten zwei Jahre kann der Jugendrat, dennoch stolz auf sich sein, da viele spannende Projekte umsetzen konnten. Zum einen veranstalteten die engagierten Jugendlichen eine Tauschbörse. Im Juni könnten alle Kinder im Schülercafé ihre Klamotten tauschen. Der Rest wurde dann gespendet. Außerdem setzten sich die Mitglieder für einen neuen Skaterplatz und Grillplatz in Ansbach ein. Diese Projekte sind mitunter die Schwierigsten und verlangen viel Geduld ab. Die Schüler wünschen sich mehr Unterstützung, vor allem von der Stadt Ansbach. Anträge werden ihrer Meinung nach zu spät bearbeitet. Beispielsweise stellten sie den Antrag über einen neuen Grillplatz in Ansbach vor knapp einem Jahr. Allerdings nahm die Stadt diesen erst am Montag, den 25.11.19 an, so Milan Schildbach, Pressesprecher und Mitglied im Jugendrat. Jetzt folgt die Planung und Umsetzung. Eine Sache, mit dem sich sicherlich auch die neuen Mitglieder, ab nächstem Jahr beschäftigen.

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