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Symbolbild Impfen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Impfen. Foto: Pascal Höfig

Masern: Bundestag beschließt Impfpflicht in Kitas, Schulen & Co.

Lange wurde diskutiert – und wie! Das Thema Impfen erregt die Gemüter und führte in den vergangenen Monaten zu heftigen Diskussionen. Am heutigen 14. November 2019 hat der Bundestag nun die Masern-Impfpflicht beschlossen. Sie gilt nicht für alle, aber in Kitas, Schulen, Flüchtlingsunterkünften, in der Tagespflege und anderen Gemeinschaftseinrichtungen ist die Masernimpfung, so diverse Medienberichte, ab dem 1. März 2020 per Gesetz Pflicht.

Das Gesetz schließt dabei nicht nur die Besucher bzw. Bewohner der genannten Einrichtungen ein, sondern auch das Personal dieser, so Spiegel Online. Werden dann z.B. Kinder in Kitas nicht geimpft, drohe ihnen, laut Medienberichten, der Ausschluss, zudem bzw. in den anderen Einrichtungen können Bußgelder verhängt werden. Die Gesetzesvorlage des Bundesgesundheitsministeriums wurde von CDU/CSU, SPD und FDP befürwortet, so Medienberichte. Enthaltungen habe es vor allem von den Grünen und Linken gegeben, die AfD habe dagegen gestimmt.

Robert-Koch-Institut: „Impflücken bei Masern zu groß“

Die Impflücken bei Masern seien weiterhin zu groß, dies berichtete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bereits im Mai diesen Jahres in einer Pressemitteilung. Die Information wäre damals aus neuen Auswertungen zu Impfquoten hervorgegangen, die das Robert Koch-Institut (RKI) am 2. Mai 2019 im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht hatte.

Große regionale Unterschiede

Zwar hätten 97,1 Prozent der Schulanfänger die erste Impfung bekommen. Aber bei der entscheidenden zweiten Masernimpfung gebe es große regionale Unterschiede, so dass auf Bundesebene die gewünschte Impfquote von 95 Prozent noch immer nicht erreicht wird. Nach den Daten des RKI seien gut 93 Prozent der Schulanfänger 2017 zweimal gegen Masern geimpft. Die Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten oder auch gegen Kinderlähmung hätten bei den Schulanfängern bereits im dritten Jahr in Folge abgenommen. Die Daten würden zeigen, dass gemeinsame Anstrengungen der am Impfsystem beteiligten Akteure notwendig seien, um hohe Impfquoten zu erreichen und zu halten.

718 Stimmen zu Impflicht-Umfrage auf Ansbach plus

Rund um die Diskussion um eine bundesweite Impfpflicht hatten wir Euch im April als Community in einer (nicht repräsentativen) Facebook-Umfrage gefragt: 718 Stimmen wurden dazu auf Ansbach plus abgegeben – 80% stimmten dabei für eine Impfpflicht und gerade einmal 20% dagegen.

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