2. Preis für den Ökumenischen Verein für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migration e. V., Hersbruck, v.r.n.l.: Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, Christina Jungbauer, Ministerialdirigentin Dr. Heike Jung vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Aljneid Batoul und weitere Mitglieder des Projekts. Foto: Regierung von Mittelfranken
2. Preis für den Ökumenischen Verein für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migration e. V., Hersbruck, v.r.n.l.: Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, Christina Jungbauer, Ministerialdirigentin Dr. Heike Jung vom Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Aljneid Batoul und weitere Mitglieder des Projekts. Foto: Regierung von Mittelfranken

Mittelfränkische Integrationspreise überreicht

Mittelfrankens Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer überreichte mit Ministerialdirigentin Dr. Heike Jung vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration heute die Mittelfränkischen Integrationspreise in Nürnberg.

Im Rahmen der Veranstaltung hielt Mark Sauerborn vom Bayerischen Landes-Sportverband e. V. über das Thema: „sportlich – integrieren“ einen Fachvortrag. Mark Sauerborn kommt aus dem Team „Integration durch Sport“ und ist für die Region Mittelfranken zuständig. Mit seiner Präsentation konnte Herr Sauerborn die Nachhaltigkeit der Integration durch Sport plakativ darstellen.

Besonders gelungene Integrationsprojekte mit 5.000 Euro

Die Verleihung der Mittelfränkischen Integrationspreise wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und für Integration ermöglicht. Auch in diesem Jahr konnten wieder besonders gelungene, nachhaltige und erfolgversprechende Integrationsprojekte mit einem Gesamtbetrag von 5.000 Euro ausgezeichnet werden. Allen Projekten gemeinsam ist das überwiegend ehrenamtliche Engagement der Akteure, welches große Wertschätzung verdient. Mit der Verleihung des Mittelfränkischen Integrationspreises wird den Initiatoren und den Ausführenden für ihre Ideen, ihren Einsatz und ihre Freude an der Arbeit im Interesse einer gelingenden Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gedankt und gleichzeitig zur Nachahmung angeregt.

1. Preis (2.500 Euro): Sportverein TV 1848 Erlangen für das Projekt „Demokratie Leben“

Der TV 1848 Erlangen musste zunächst feststellen, dass Sport und soziale Integration in der Mönauschule in Erlangen, bei Schülern mit unterschiedlicher Herkunft und sozialem Background, nicht immer ausreichend ist um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Ziel war eine nachhaltige Bindung an einen sportlich aktiven Alltag. Durch eine sozialpädagogische Erziehung und Anleitung der Schüler und durch speziell geschulte Übungsleiter konnte den Schülern eine ausreichende soziale Kompetenz, Geduld und Toleranz vermittelt werden um an einem sinnvollen Sportunterricht erfolgreich teilnehmen zu können. Trotz aller Bemühungen kam und kommt es immer noch zu ernsthaften Konflikten, in denen egoistische bis rassistische Grundhaltungen erkennbar werden. Der Verein will deshalb das Training der Schüler um zusätzliche Vermittlung demokratieförderlicher Grundwerte der Fairness und Toleranz erweitern und die Gewaltbereitschaft senken. Auch Eltern der zugewanderten Kinder waren und sind als ehrenamtliche Helfer mit im Einsatz.

2. Preis (1.500 Euro): Ökumenischer Verein für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migration e. V., Hersbruck, für das Projekt „Therapeutisches Schwimmen für geflüchtete Frauen“.

Ziel dieses Projektes ist es, die traumatischen Erlebnisse von geflüchteten Frauen auf hoher See zu überwinden. Ebenso ist es in vielen Herkunftsländern nicht üblich oder gar tabu, dass Frauen Schwimmen oder in einem Gewässer baden gehen. Der Verein bietet deshalb einmal wöchentlich ein begleitendes Schwimmen für geflohene Frauen an, um ihre Ängste zu überwinden und um verursachten Traumata entgegen zu wirken. Die ehrenamtlichen Schwimmbegleiterinnen konnten schon über 40 Frauen das Schwimmen beibringen, und als positiver Nebeneffekt können diese Frauen jetzt auch ihren Kindern im Schwimmbad sicher zur Seite stehen.

3. Preis (1.000 Euro): Netzwerk Interkulturelle Öffnung beim Landratsamt Roth für das Theaterprojekt „Bunt Gemischt“

Die Idee hinter der Gründung einer Theatergruppe war es, Jugendliche und junge Migranten über das Theaterspielen ihre persönlichen Erfahrungen mit Flucht aus dem Heimatland und dem „Fremdsein“ in einem neuen Land spielerisch aufarbeiten zu lassen. Theaterspielen fördert die Sozial- und Kommunikationskompetenz und trägt insgesamt zur Persönlichkeitsbildung bei. Dieses Angebot erhalten die Akteure als „Gegenleistung“ für ihr Engagement. Alle Jugendlichen, jungen Erwachsenen und die beiden am Projekt beteiligten Regisseurinnen engagieren sich ehrenamtlich. Es werden regelmäßig Theater-Workshops durchgeführt und verschiedene Stücke bei interkulturellen Veranstaltungen im Landkreis Roth aufgeführt. Während der Preisverleihung konnten sich die geladenen Gäste bei einem kleinen Auszug aus dem Stück „Zwischen Stühlen“ ein Bild von der ehrenamtlichen Theaterarbeit machen.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Regierung von Mittelfranken. 

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