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Grundgesetz. Symbolfoto: Pascal Höfig
Um Wohngeld zu erhalten, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Foto: Pascal Höfig

So bekommt man Wohngeld in Ansbach!

Wohngeld ist eine wichtige Sozialleistung, auf welche immer mehr Haushalte angewiesen sind, um die laufend steigenden Mieten zahlen zu können. Auch die Nebenkosten sind längst eine „zweite Miete“ geworden. In diesem Beitrag wird erklärt, wie man in Ansbach ein Wohngeld Antrag stellen kann und was die Voraussetzungen dafür sind.

Was ist Wohngeld?

Wohngeld als Sozialleistung wird nur auf Antrag des Berechtigten gezahlt, wenn die Voraussetzungen zur Gewährung vorliegen. Die gesetzliche Regelung dazu findet sich in §22 WoGG. Mieter und Hausbesitzer, auch bei Eigentum ist Wohngeld möglich, können sich vorab zum Beispiel im Internet informieren, ob sie voraussichtlich einen Anspruch auf Wohngeld haben. Nach den letzten Gesetzesreformen hat der Gesetzgeber den Kreis der Wohngeldberechtigten ausgeweitet und das Wohngeld erhöht, weil die Wohnkosten für immer mehr Menschen nicht nur in den Großstädten zum Problem werden. Das Wohngeld ist bei der zuständigen Wohngeldbehörde bei der Stadt Ansbach zu beantragen. Die Antragsformulare kann man in der Behörde abholen oder stehen auch online als Download zur Verfügung.

Wer kann Wohngeld beantragen?

Antragsberechtigt ist grundsätzlich der Haushaltsvorstand für alle Mitbewohner. Dieser muss den Antrag beim betreffenden Wohngeldamt in Ansbach stellen und einreichen. Das kann entweder mit einem persönlichen Termin erfolgen, in welchem dann auch die Unterlagen des Antragstellersgleich in der Behörde geprüft werden und eventuell fehlende Unterlagen nachgefordert werden können. Oder der Antrag wird per Post geschickt (dann am besten per Einschreiben mit Rückschein, weil der Eingang des Antrages als späterer Beginn der Wohngeldzahlung gilt – rückwirkend gibt es kein Wohngeld!).

Was kommt in den Antrag?

In dem Antrag müssen alle mit dem Antragsteller in der Wohnung lebenden Personen auch Angaben zu ihrer Einkommenssituation machen. Sollte einer der Antragsteller zum Beispiel andere Sozialleistungen wie Grundsicherung („Hartz IV“) bekommen, so entfällt sein Anspruch.

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34 Wohnungen: Einweihung des WohnParks Windmühle

Auch jede Veränderung des Einkommens im Bewilligungszeitraum muss unverzüglich an die Behörde gemeldet werden. Es kann eine Zeit dauern, bis der Antrag bearbeitet ist und das Wohngeld gezahlt wird. In dem Fall erfolgt aber eine rückwirkende Zahlung zum Monat der Antragstellung.

Nicht allzuviel Zeit lassen!

Daher ist es so wichtig, den Antrag rechtzeitig zu stellen, wenn man den Anspruch hat. Den Antrag kann man zunächst ausdrücklich auch formlos stellen – er ist trotzdem wirksam. Die Behörde fordert dann die fehlenden Angaben und Unterlagen nach. Nur in wenigen Ausnahmen ist auch eine rückwirkende Antragstellung auf Wohngeld möglich. In diesen Fällen ist es aber erforderlich, dass der Antrag dann bis zum Schluss des Folgemonates gestellt wird.

Symbolbild Geld pleite Foto: Pascal Höfig

Viele Haushalte sind auf Wohngeld angewiesen. Foto: Pascal Höfig

Dauer der Bearbeitung

Antragsteller müssen mit einer Bearbeitungszeit von drei bis sechs Wochen rechnen. In einzelnen Fällen kann es auch längere Zeit in Anspruch nehmen. Bei mehr als acht Wochen kann unter Umständen ein Antrag auf Vorschusszahlung gestellt werden, wenn alle sonstigen Voraussetzungen der Bewilligung vorgelegt wurden. Es gibt aber keinen Rechtsanspruch darauf, dass der Antrag innerhalb einer bestimmten Frist bearbeitet wird.

Mitteilungspflichten der Antragsteller

Die Antragsteller haben die Pflicht, Einkommensveränderungen um mehr als 15 Prozent unverzüglich der Behörde anzuzeigen. Auch eine Absenkung der Miete um mehr als 15 Prozent gehört zu den meldepflichtigen Tatsachen. Ebenso der Umzug oder der Bezug von Sozialleistungen durch einen Mitbewohner muss gemeldet werden.

Was ist der WBS-Schein?

WBS-Schein steht als Abkürzung für den Wohnberechtigungsschein. Es gibt Wohnungen, welche nur an Personen vermietet werden dürfen, welche diesen WBS beantragt haben und natürlich auch besitzen. Dazu zählen Wohnungen, welche:

  • mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden (beim Bau oder Umbau / Sanierung)
  • Wohnungen, welche durch die Gemeinde belegt werden dürfen
  • Wohnungen des früheren sozialen Wohnungsbaus
  • Wohnungen mit Preisbindung ab 2001

Mieter müssen den WBS-Schein vorweisen. Die Wohngeldbehörde wird diesen ebenfalls beim Antragsverfahren anfordern, wobei die Gewährung von Wohngeld grundsätzlich nicht an einen Wohnungsberechtigungsschein gebunden ist. Hier kann man den WBS für Ansbach beantragen.

Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack

Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack

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Was ist eine RLvF-Bescheinigung?

Die RLvF-Bescheinigung ist in vielen Punkten mit dem Wohnungsberechtigungsschein identisch. Je nach Wohnung kann eine der beiden möglichen Bescheinigungen gefordert sein.

Unterlagen für die Wohngeld-Beantragung

Antragsteller müssen beim Wohngeldantrag verschiedene Belege vorlegen. Dieses sind vor allem:

  • Mietvertrag
  • Verdienstnachweis
  • Personalausweis
  • Kontoauszüge

Weitere Unterlagen werden im Laufe des Antragsverfahrens bei Bedarf durch die Wohngeldbehörde der Stadt Ansbach nachgefordert.

Fazit: Wohngeld ist ein Rechtsanspruch

Wer einen Anspruch auf Wohngeld hat, sollte auf keinen Fall auf diesen Anspruch auf Sozialleistung verzichten. Auf jeden Fall muss eigenständig und aktiv ein Antrag durch den Haushaltsvorstand bei der Wohngeldbehörde in Ansbach gestellt werden. Auch die Fristen sollten auf keinen Fall versäumt werden. Daher ist notfalls auch zunächst ein formloser Antrag absolut ausreichend.

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