Plakat Circus Krone
Plakat Circus Krone Ansbach Foto: Bettina Bocskai

Circus Krone kommt mit Millionen-Showprogramm „Mandana“ nach Ansbach

Leuchtende Kinderaugen, wendige Artisten – und majestätische Löwen! Diese Vorstellung hat sicherlich viele Menschen – gerade im Kindesalter – hinsichtlich ihres Bildes vom Zirkus geprägt. Heutzutage sorgt der letzte Part dieser Aufzählung zunehmend für Diskussionsstoff. Wildtiere im Zirkus sind ein Thema, dass allen voran von Tierrechtsaktivisten, aber auch immer mehr von Teilen der Bevölkerung und ganzen Kommunen abgelehnt wird.

Circus Krone-Gastspiel: Tierrechtler rufen zu Protestaktion auf

So war auch in Ansbach lange Zeit nicht sicher, ob der Circus Krone gastieren darf. Die Stadt hat dies in einem kommunalen Wildtierverbot zunächst abgelehnt. Doch der Zirkus klagte und bekam vom Verwaltungsgericht Recht. So wird vom 23. bis zum 28. Oktober das Showprogramm „Mandana“ auf dem Gelände am Schalkhäuser Platz aufgeführt.

260 Wägen, 200 Mitarbeiter, 100 Tiere von Stadt zu Stadt

Auf Anfrage der Redaktion bekamen wir vom Pressesprecher des Circus Krone folgendes Statement: „Circus Krone kommt nach Ansbach! KRONE, der größte Circus der Welt kommt in Ihre Nähe. 260 Wohn-, Pack und Gerätewagen rollen von Stadt zu Stadt. Inklusive 200 Mitarbeitern und 100 Tieren. Krone ist die Stadt in der Stadt und braucht nur zwei Dinge: Wasser und Zuschauer!

Gezeigt wird das völlig neue Showprogramm „MANDANA – Circuskunst neu geträumt“, dass auf der Münchner Theresienwiese am 04.04.2020 eine vielumjubelte Premiere gefeiert hat. Im Anschluss ging es durch 25 Städte in ganz Deutschland. Letzte Tourneestädte 2019 werden Ansbach und Würzburg sein. Die „Besten der Besten“ aus der internationalen Circuswelt erwarten Sie live in der KRONE-Manege: Bekannte Weltstars, preisgekrönte Newcomer, viele prachtvolle Tiere und lustige Clowns. Am Premierentag laden wir in jeder Stadt alle Besucher zum kostenlosen Besuch des Krone-Zoos von 10 Uhr bis 13 Uhr ein. Mit der Politik des offenen Hauses begegnet Circus Krone Kritikern. Machen Sie sich selbst ein Bild von der modernen Tierhaltung im Circus Krone 2019. Wir laden Sie ein!

Tierwohl beim Circus Krone

In einer 44 Seiten umfassenden „Tierschutzbroschüre“ mit dem Titel „Ihr Wohl – Unser Streben“ wird vom größten Zirkus der Welt dargelegt, wie wichtig das Thema Tierwohl dem gesamten Team an Mitarbeitern ist. Es wird erklärt, dass die Zirkusfamilie bereits seit einem Jahrhundert zusammen mit Tieren lebt. Darüber hinaus werden die rechtlichen Grundlagen sowie u.a. die Haltungsbedingungen, medizinische Versorgung und Maßnahmen, die für die Tiere getroffen werden, erläutert. Es wird erklärt, wie man sich für Tierschutz einsetzt, was mit den „Tiersenioren“ geschieht und auch Wissenschaftler und Fachleute kommen zu Wort.

Das Millionen-Showprogramm „Mandana“

Mit dem Showprogramm „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ will der Circus Krone neue Wege gehen. Mehrere Millionen Euro wären laut dem Zirkus investiert worden z.B. in neue Flug- und Bühnentechnik, Licht- und Tontechnik sowie der Fassade des Artisteneingangs. Manege, Logen, Bestuhlung & Co. hätten ein „Facelift“ erhalten und der Außenaufbau ebenfalls eine neue Fassade. Die Musik wurde neu komponiert und vom Heureka Orchestra und dem Kinderchor der ungarischen Staatsoper speziell für Mandana eingespielt. Alle Kostüme wurden für „Mandana“ darüber hinaus neu entworfen und speziell gefertigt. Weiterhin heißt es: „Erstmals in der Geschichte des Circus Krone, werden bei „Mandana – Circuskunst neu geträumt“ Artistik, Theaterelemente, Musik und Bühnenbild verbunden und lassen so eine neue Form der „Circuskunst“ entstehen.“

Zirkusfreunde setzen sich für den „Klassischen Zirkus“ ein

Doch gibt es nicht nur Negativ-Stimmen, wenn es um die Tierhaltung im Zirkus geht. Das „Aktionsbündnis Tiere gehören zum Circus“ ist ein Zusammenschluss ehrenamtlich tätiger Zirkusfreunde, der sich für den Erhalt des Kulturguts „Klassischer Zirkus“ auf der Basis von modernen Standards guter Tierhaltung einsetzt. Laut dem Bündnis könnten Tiere, auch Wildtiere, im Zirkus so gehalten werden, dass sie sich wohlfühlen würden. Diese These werde, so die Zirkusfreunde, von zahlreichen wissenschaftlichen Studien bestätig. Verbote seien demnach überflüssig.

Sieben Argumente des „Aktionsbündnis Tiere gehören zum Circus“

In einem Statement an diese Redaktion werden vom „Aktionsbündnis Tiere gehören zum Circus“ dazu sieben Punkte zusammengefasst:

  1. Zirkustiere leben in großen Freigehegen, die nach Bedarf mit Sand, Badegelegenheiten, Kratzbäumen, Laubschnitt usw. ausgestattet werden.
  2. Zirkustiere werden nach ihren arteigenen und individuellen Bedürfnissen in der Manege ausgebildet. Das Training beruht auf dem Prinzip der positiven Verstärkung, d. h. erwünschte Verhaltensweisen werden belohnt, unerwünschte ignoriert. Die Tierlehrer zwingen die Tiere nicht aufzutreten, wenn sie mal keine Lust haben.
  3. Alle Dressurübungen beruhen auf Bewegungen, die die Tiere auch von sich aus in der Wildnis zeigen. Die sog. „Kunststücke“ sind also eigentlich Naturstücke.
  4. Das Training in der Manege ersetzt den Tieren die Verhaltensweisen der Futter- bzw. Beutesuche und der Feindvermeidung, die bei einem Leben in Menschenobhut entfallen, und fördert damit die körperliche und geistige Fitness der Tiere.
  5. Zirkustiere werden durch die Transporte nicht gestresst, da sie von klein auf daran gewöhnt sind.
  6. Zirkustiere zeigen keine Verhaltensstörungen (die angeblichen Beweis-Videos werden von den Tierrechtlern falsch interpretiert) und erreichen ein deutlich höheres Alter als ihre Artgenossen in der Wildnis.
  7. Zirkusse sind die am häufigsten kontrollierten Tierhaltungsbetriebe in Deutschland.
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