Skatepark Ansbach. Foto: Stadt Ansbach
Skatepark Ansbach. Foto: Stadt Ansbach

Stadt Ansbach kontert Kritik: „Neuer Skatepark verzögert sich nur“

„Die Streichung des Skaterplatzes ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der Ansbacher Jugend“, dies erklärte die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) in den vergangenen Tagen. Nun meldet sich die Stadt Ansbach zu Wort und kontert der Kritik der Linken mit folgender ausführlicher Erklärung. „Der geplante neue Skatepark wird selbstverständlich weiterverfolgt. Dessen Umsetzung verzögert sich aufgrund des intensiven Abstimmungs- und Planungsprozesses lediglich um einige Monate“, so Oberbürgermeisterin Carda Seidel. Nach vorherigen umfänglichen Prüfungen von insgesamt vier untersuchten Standorten und intensiven mehrfachen Abstimmungen mit der Interessengemeinschaft Skatepark, auch unter Einbindung des Jugendrates, hätte der Bauausschuss die Grundsatzentscheidung für einen Standort im Bürgerpark beschlossen. Demnach liege der Fokus nun auf zwei dort möglichen Standorten.

Finale Standortentscheidung für 2020 geplant

Diese werden derzeit einer detaillierten Prüfung unterzogen. Insbesondere werden laut Baureferent Jochen Büschl auch die möglichen künftigen Immissionen untersucht und die Belange des Hochwasserschutzes abgeklärt. Danach soll in der anschließenden Detailplanung die Ausstattung des Skateparks und damit die Anordnung der einzelnen Elemente festgelegt werden. Eine finale Standortentscheidung, verbunden mit der Vergabe des Planungsauftrages, sei in den Gremien für den kommenden Januar vorgesehen. Ziel sei es, den Skatepark in naturnaher Form in die Landschaft des Bürgerparks im Rezattal einzufügen und eben keine vollflächige Betonlandschaft zu schaffen.

Bauliche Umsetzung voraussichtlich 2021

Im zweiten Quartal 2020 soll nach entsprechender Baugenehmigung die Ausschreibung für die Fachplanung erfolgen und dann aufgrund der gesicherten Finanzierung für 2021 vergeben werden. Hierfür seien bereits im Haushalt 2019 Planungskosten in Höhe von 50.000 € vorgesehen. Diese Mittel würden in das Jahr 2020 „mitgenommen“. Die eigentliche bauliche Umsetzung der Maßnahme werd jedoch aufgrund des intensiven Abstimmungs- und Planungsprozesses und mit Blick auf die Baukonjunktur voraussichtlich nicht vor Anfang 2021 möglich sein. Aus diesem Grund stünden die vom Stadtrat beschlossen 250.000 € für den Skatepark für 2020 auf der Negativliste, seien aber in der Finanzplanung für das Haushaltsjahr 2021 vorgesehen. Selbstverständlich werde, so die Stadt abschließend, bis zur Fertigstellung des neuen Skateparks der bisherige Skateplatz zur Verfügung stehen.

OLA: Projekt ist dem Engagement vieler Ansbacher zu verdanken

Zur Erklärung der Stadt Ansbach nimmt auch die Offene Linke nochmal Stellung: „Die Streichung der Mittel für den Skaterplatz im Haushaltsentwurf war ohne Priorität für die Folgejahre auf der Negativliste des Kämmerers vermerkt. Das bedeutet erfahrungsgemäß eine Schiebung auf den Sankt-Nimmerleinstag. Dass die Umsetzung des Skateparks jetzt wieder an Fahrt aufzunehmen scheint, ist dem Engagement vieler Ansbacher für dieses Projekt für die Jugend zu verdanken. Die OLA ist überzeugt: Der Bau kann, wie vom Stadtrat beschlossen, 2020 angepackt werden. Die OLA-Fraktion wird daher die Wiedereinstellung der notwendigen Mittel in den Haushalt beantragen. Klar für uns ist: Ansbach muss attraktiver für die jungen Menschen, für junge Familien werden. Kürzungen nicht nur beim Skateplatz, sondern auch bei Spielplätzen, wollen wir rückgängig machen und die Eltern etwa bei der Ganztagesbetreuung finanziell entlasten.“

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