Am 4. Oktober ist der Welttierschutztag. Foto: Pascal Höfig
Am 4. Oktober ist der Welttierschutztag. Foto: Pascal Höfig

Wie man sich in Ansbach für den Tierschutz einsetzen kann

Jedes Jahr wird am Todestag von Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere, der Welttierschutztag begangen. Am 4. Oktober soll daran erinnert werden, mehr für den Tierschutz und gegen die Quälerei der Zwei- und Vierbeiner zu tun und auf die Missstände aufmerksam gemacht werden. Was man in Ansbach tun kann, verraten wir in diesem Artikel:

Don’t shop – adopt!

Haustiere müssen nicht immer beim Züchter gekauft werden, sondern man kann sie auch aus einem Tierheim adoptieren. Oft lassen sich Menschen, die einen Hund kaufen wollen, von dessen Optik leiten. Häufig wird dann erst im Nachhinein wird festgestellt, dass man nicht ausreichend für diese Tiere sorgen kann – sei es aufgrund von Zeitmangel, zu wenig Erfahrung oder zu viel Verantwortung. Diese Tiere landen dann im Tierheim. Auch wenn es ihnen dort gut gehen kann, warten und hoffen sie auf eine Vermittlung und zweite Chance in einem schönen Zuhause.

Wer sich also gerne ein Haustier zulegen möchte und keinen Wert auf Zuchtpapiere, edle Abstammung oder Prestige legt, sollte einem Bewohner aus dem Tierheim ein neues Zuhause zu schenken und somit gleichzeitig dem Tier, einem selbst und den ehrenamtlichen Helfern etwas Gutes tun. Samstags und jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat kann man im Tierheim Ansbach gerne unverbindlich vorbei kommen und die Tiere kennenlernen.

Mitgliedschaft und Patenschaft

Das Tierheim kann man mit einer Mitgliedschaft unterstützen. Die meisten arbeiten nämlich ehrenamtlich und brauchen finanzielle Unterstützung, um die Tiere zu füttern und zu pflegen. Zudem ist man über jede weitere Hilfe bei Veranstaltungen oder beim Sammeln von Futter und Spenden dankbar.

Wenn man keine Haustiere aus irgendwelchen Gründen nicht in der eigenen Wohnung halten kann, bieten die Tierheime und Tierhilfen als Ersatz auch Patenschaften an. Damit sichert man dessen Zukunft, erfährt mehr über seine Geschichte und Rettung und kann es selbstverständlich besuchen kommen. Man kann entweder individueller Pate für ein Tier sein und für dessen Unterhalt und tierärztliche Betreuung verantwortlich sein, man kann stellvertretend die Patenschaft von einem Tier übernehmen und der Beitrag kommt allen Tieren zu Gute oder auch Kastrations- oder Teilpatenschaften übernehmen. Das Weiter-Verschenken einer Tier-Patenschaft innerhalb der Familie oder im Freundeskreis ist ebenfalls eine schöne Geste und ein sinnvolles Geschenk.

Win-Win-Situation: Gassi gehen und Katzen streicheln

Der Alltag im Tierheim ist vor allem für die Tiere nicht sehr abwechslungsreich, daher freuen sie sich besonders, wenn sie spazieren gehen oder mit jemandem spielen dürfen. Das können auch Freiwillige übernehmen, die nicht im Tierheim angestellt sind. Egal ob täglich, wöchentlich oder unregelmäßig – alle Tiere freuen sich über Zuwendung und Gesellschaft.

Das ist auch eine tolle Gelegenheit für Menschen, die sich liebend gerne einen Hund zulegen wollen aber es aus irgendeinem Grund nicht können. Um sich selbst und den Tieren eine Freude zu machen, kann man täglich von 8 – 12 und von 17 – 18.30 Uhr im Tierheim Ansbach vorbeischauen und mit einem der Hunde spazieren zu gehen. Dabei bietet die Umgebung Ansbachs Waldwege, Feldwege oder einen Spaziergang durch die Bocksberg Siedlung.

Zur gleichen Zeit kann man auch die unzähligen Katzen besuchen. Viele vermissen die Streicheleinheiten ihrer Besitzer schon sehr und schnurren selig, wenn jemand etwas zusätzlich Zeit für sie hat.

Aktiv werden

Nicht nur durch eine Mitgliedschaft oder Patenschaft kann man helfen, sondern man kann auch selber mit anpacken! Helfer sind überall und immer gerne gesehen und herzlich willkommen. So leistet man einen aktiven und wichtigen Beitrag zum Tierschutz.

Das Tierheim Ansbach hat jährlich zwei Veranstaltungen, den Spielzeugbasar und den Weihnachtsbasar und da gibt es viele Aufgaben: Angefangen vom Aufbau der Tische und Bänke, über den Kuchenverkauf, das Abspülen, das Sortieren der Bücher, das Abwischen und Putzen von Theke und Tischen, bis hin zum Abbau und Aufräumen. Wer also weiß, dass er etwas sinnvolles machen will und sich das Arbeiten mit Tieren vorstellen kann, sollte sich erkunden, informieren und aktiv werden. Ehrenamtliches Engagement bringt einem nicht nur was für den Lebenslauf, sondern ist auch eine tolle Erfahrung, die man gemacht haben muss.

Spenden

Passiv kann man auch mit Spenden helfen. Dabei muss diese nicht immer in Form von Geld sein. Gern gesehen sind beispielsweise auch Spenden in Form von Futter, Decken, Kratzbäume, Spielzeug, Leinen, Heu und Streu. Für diesen Fall hat das Tierheim Ansbach übrigens eine Wunschliste auf Amazon angelegt. Auch die angebotenen Kuchen und Salate bei den Veranstaltungen des Tierheims sind Spenden, genauso wie gut erhaltene Bücher für den Weiterverkauf beim Spielzeug- und Weihnachtsbasar. Jeder noch so kleine Beitrag kann den Weiterbetrieb der ehrenamtlichen Arbeit gewährleisten.

Spenden ohne Geld auszugeben? Das ist möglich, indem man beispielweise auf Amazon Smile einkauft. Selber bezahlt man keinen Cent extra und kann wie gewohnt die gleichen Produkte auf die gleiche Art und Weise einkaufen. Amazon spendet jedoch einen Teil des Erlöses an eine Organisation deiner Wahl. Mit dabei sind allein in Ansbach fast 30 soziale Organisationen, wie Gemeinsam stark für Tiere e.V., Raubtier- und Exotenasyl e.V. oder Schlachtfohlen auf dem Weg ins Glück e.V.

Bewusst Einkaufen

Ein Beitrag kann auch sein, nur etwas mehr auf eine Ernährung zu achten und bewusst einzukaufen, um aktiv zu helfen. Schon wenn man Massentierhaltung ablehnt hat man einen Beitrag zum Tierschutz geleistet.

Das oberste Ziel an diesem Welttierschutztag lautet, Grausamkeiten aller Art gegen Tiere zu verhindern und darauf aufmerksam zu machen. Das kann jeder einzelne schon durch kleine Handlungen sogar in Ansbach tun. Dir fallen weitere Möglichkeiten ein, wie man helfen kann? Dann schreib uns eine E-Mail an redaktion@ansbachplus.de!

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