prospega Foodsharing, Teilen, Lebensmittel
Symbolfoto Foodsharing: Dominik Ziegler.

Möglichkeiten zum Foodsaving in Ansbach

Gibt man in der Google-Suche „Foodsaving“ ein, kommen mittlerweile Tausende von Ergebnissen. Größtenteils sind es Artikel und Internetseiten von Initiativen und Städten, die sich aktiv für das Retten von Lebensmitteln einsetzen. Und das ist bitter nötig!

Aktionen in vielen Städten Deutschlands

Denn in Deutschland werden, laut einer WWF-Studie, jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Und jeder einzelne von uns weiß, dass diese Zahl viel zu hoch ist. Deswegen haben, zum Glück, die Alarmglocken bei vielen Leuten schon geläutet, denn man liest immer mehr von Lebensmittelrettungsaktionen in den verschiedensten Städten Deutschlands.

Die Ansbacher Tafel

Die Schlagworte Foodsaving und Foodsharing dürften den meisten von uns noch gar kein Begriff gewesen sein, da gab es längt die Tafeln. Hier werden verzehrfähige und qualitative Lebensmittel gesammelt und an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen ausgegeben. Die Ansbacher Tafel wird von der Caritas und vom diakonischen Werk organisiert, rund 50 Betriebe aus Ansbach und der Umgebung unterstützen das Projekt durch die kostenlose Abgabe von Lebensmitteln und anderen Waren.

Foodsaver im Internet werden

Eine der wohl größten foodsharing-Initiative im Internet entstand 2012 in Berlin und kann mittlerweile über 200.000 internationale registrierte Nutzer verbuchen. Um dort ein Foodsaver zu werden müsst Ihr Euch einfach registrieren und, in Absprache mit weiteren Foodsavern, kannst du Lebensmittel von Betrieben abholen, diese somit von der Mülltonne bewahren und mit jemandem teilen, der dafür noch einen großen Nutzen hat. Auf Facebook findet sich auch eine Gruppe zum Thema „Foodsharing Ansbach“ , in die man Lebensmittel einstellen kann, wenn man sie abgeben möchte oder sich bei anderen melden kann, die selbst etwas eingestellt haben.

Die Verteiler-Station in Ansbach

Auch analog werden in Ansbach mittlerweile Lebensmittel vor der Mülltonne gerettet und zwar durch eine Verteiler-Station. Das Hauptziel des Projekts ist, dass sich jeder, auch ohne Nachweis zu z.B. finanzieller Benachteiligung, mit Lebensmitteln versorgen kann und der verantwortungsvolle und nachhaltige Umgang mit Essen noch besser in den Köpfen der Menschen verankert wird.

Seit Februar gibt es jeden Mittwoch von 14 bis 18 Uhr die Verteiler-Station vor dem Laden von „Ansbach umgedacht“ (Kronenstraße 2), in denen gerettete Lebensmittel, solange der Vorrat reicht, ausgegeben werden. Die Aktion, die aus der Zusammenarbeit von RESPECT und Ansbach Umgedacht hervorgeht, kann sich bisher ausschließlich über positive Resonanz freuen.

“Too Good To Go”: Die App gegen Lebensmittelverschwendung

Restaurants, Bäckereien, Supermärkte und Hotels können über die App „Too Good To Go“ ihre überschüssige Ware anbieten. Diese ist zum Selbstabholen und wird daher auch vergünstigt angeboten. Mit Hilfe einer interaktiven Karte kann man sich teilnehmende Restaurants, Bäckereien, etc. anzeigen lassen. Hierfür muss man nicht unbedingt von der App geortet werden, man kann den aktuellen Standort auch manuell eingeben.

In Ansbach gibt es aktuell zwei Angebote. Das erste stammt von der Obst-& Gemüseabteilung von Real, das zweite aus dessen Gastronomie. Man erhält beim ersten Obst und Gemüse im Wert von ca. 10 Euro für einen Preis von nur 3,50 Euro, das nicht mehr perfekt aussieht aber trotzdem lecker schmeckt. In der Gastronomie erhält man für den gleichen Preis ein Abendessen, das Pizza, Pasta, Salat, Suppe, gegrillt, geschmort oder aus dem Wok sein kann. Auch hier beträgt der eigentliche Warenwert 10 Euro.

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