prospega Foodsharing, Teilen, Lebensmittel
Symbolfoto Foodsharing: Dominik Ziegler.

Foodsharing-Lokal – eine Idee für Ansbach?

Seit Anfang Juni gibt es in Stuttgart das Foodsharing-Café Raupe Immersatt. Dort sind die Lebensmittel kostenlos und die Getränkepreise bestimmt jeder Kunde nach Belieben selbst. Das Café selbst finanziert sich durch die Einnahmen des Getränkeverkaufs und setzt auf die Solidarität seiner Kunden. Die Betreiber wollen mit ihrem Café-Konzept die Lebensmittelverschwendung bekämpfen und so viele Menschen wie möglich auf die Wegwerfgesellschaft aufmerksam machen.

Teilen statt entsorgen

Der Wocheneinkauf ist mal wieder etwas aus dem Ruder gelaufen? In Stuttgart kein Problem mehr. Wer Lebensmittel übrig hat und für diese keine Verwendung mehr hat, kann sie jetzt zur Raupe Immersatt bringen. Dort werden sie dann nach Überprüfung von Haltbarkeit und Qualität in Regalen und Kühlschränken für jeden nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Bis auf einige vorgeschriebene Ausnahmen, wie selbst gebackene Sahnetoren und abgepackte Salate, kann hier alles Dank des Verteilersystems wieder in Umlauf gebracht werden. Zudem kann dort jeder ein erfrischendes Getränk oder den morgendlichen Kaffee nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten erwerben.

Die Entstehungsgeschichte

Schon Jahre vor der Eröffnung des Cafés Raupe Immersatt haben sich Maike Lambarth, Jana Pfeiffer, Lisandro Behrens, Simon Kostelecky und Maximilian Kraft mit der Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie, sowie in privaten Haushalten auseinander gesetzt, berichtet das ZDF. Die fünf Freunde gehen schon viele Jahre mit zahlreichen anderen Food Sharing Aktivisten von Lokal zu Lokal um dort nach Ladenschluss übrig gebliebene Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten und diese an bedürftige Menschen zu verteilen. Um nicht nur den Gastronomen die Lebensmittelverschwendung vor Augen zu führen, haben sie 2016 die Suche nach einer Location für ihr Foodsharing-Café begonnen. Heute stehen sie stolz im ersten Foodsharing-Café Stuttgarts um auch in den privaten Haushalte für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.

Auch eine Idee für Ansbach?

Frühzeitige Entsorgung von Lebensmitteln vermeiden und hilfsbedürftigen die notwendigen Nahrungsmittel  zur Verfügung stellen: Klingt für uns nach einem Konzept für jede Stadt: Könnte sich Foodsharing und vor allem ein Foodsharing-Lokal auch in Ansbach durchsetzen?

„Too Good To Go“: Die App gegen Lebensmittelverschwendung

Nicht nur mit Hilfe einer App der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken, sondern auch noch einen sozialen Treffpunkt für hilfsbereite und hilfsbedürftige Menschen schaffen. In unseren Augen ein guter Weg um das Bewusstsein über unseren Lebensmittelluxus wieder zu wecken und sich gegenseitig beizustehen. Für 2020 ist außerdem ein Unverpackt Laden in Ansbach geplant, hier kann dann ohne überflüssige Plastikverpackungen umweltfreundlich eingekauft werden.

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