Ein übervoller Mistkübel und daneben eine Zigarettenpackung an einem der Ansbacher Spielplätze. Foto: Jenny Voigt
Ein übervoller Mistkübel und daneben eine Zigarettenpackung an einem der Ansbacher Spielplätze. Foto: Jenny Voigt

Rauchverbot an Spielplätzen: Wie ist die Lage in Ansbach?

In Schweden sowie in einigen deutschen Bundesländern wurde das Rauchen an Spielplätzen gesetzlich verboten, dies berichtet das ZDF. Zigarettenstummel, die auf deutschen Spielplätzen liegen bleiben, stellen ein großes Problem dar. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordert schon seit längerem ein Rauchverbot an Spielplätzen, dies berichtet rauch-frei.info. Allein im Jahr 2008 wären laut Informationen des DKFZ nämlich nur in Berlin 900 Zigarettenstummeln von Kindern verschluckt worden. Doch wie problematisch ist die Lage in Ansbach und was wird dagegen unternommen?

Gefahr durch Vergiftung

Eine weggeworfene Zigarette stellt einerseits nicht nur für die Umwelt, sondern andererseits auch für die Kinder ein großes Risiko dar. Nimmt ein Kind einen Zigarettenstummel in den Mund, kann das verheerende Folgen auslösen. Das Verschlucken eines Zigarettenstummels kann lebensgefährlich werden, da die toxischen und krebserregenden Stoffe zu Vergiftungserscheinungen führen können. Noch schlimmer wird es laut rauch-frei.info, wenn die Stummeln feucht bzw. nass sind, da sich die Inhaltsstoffe noch besser lösen können.

Auch deswegen haben schon einige Gemeinden und Bundesländer in Deutschland den Zigaretten auf Spielplätzen den Kampf angesagt. Laut dem ZDF besteht in den Bundesländern Bremen, Brandenburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen bereits ein Rauchverbot an Spielplätzen. Auch in einzelnen Kommunen dürfe, so das ZDF weiter, nicht mehr auf Spielplätzen geraucht werden. Berlin soll demnächst ebenfalls folgen, obwohl es dort bereits ein Verbot in einigen Bezirken gibt. In Heidelberg ist das Verbot sogar schon seit 2005 in Kraft.

Die Lage in Ansbach

In Ansbach wurden bislang keine Beschwerden über das Passivrauchen auf den Spielplätzen an die Verwaltung herangetragen. Weggeworfene Zigarettenstummel sind jedoch ein bekanntes Problem für die Anwohner, als auch für die Stadtreinigung. Eine solche Verunreinigung kann, laut der Stadt Ansbach, mit einer Geldbuße bis zu 500 Euro belegt werden. Um für die Beweisbarkeit jemanden „auf frischer Tat“ zu ertappen, sei jedoch sehr schwer.

Die Stadt bemüht sich laut eigener Aussage auch auf anderen Wegen den schädlichen Einfluss von Zigarettenkippen auf die Umwelt und das Stadtbild hinzuweisen und veranstaltet beispielsweise die Aktionen „Saub(ä)er“ und „Ansbach putzt sich raus“, die darauf abzielen Bürgerinnen und Bürger für eine ordnungsgemäße Entsorgung der Zigaretten zu sensibilisieren. Außerdem soll die Grünanlagensatzung um ein Rauchverbot für städtische Grünanlagen ergänzt werden. Die Neufassung werde, so die Stadt abschließend, in den nächsten Monaten zur Abstimmung gebracht.

Leseranfrage zu den Ansbacher Spielplätzen – was ist Eure Meinung?

In der Zwischenzeit hat uns eine Leseranfrage von einer Mama erreicht, die auf die Zustände auf den Ansbacher Spielplätzen aufmerksam machen möchte: „Könntet ihr bitte auf die desolaten Zustände auf den Ansbacher Spielplätzen verweisen. Selbst wenn man sauber machen will, die Mülleimer sind so berstend voll, da geht nichts mehr rein. Es ist sehr traurig. Anbei Bilder vom Spielplatz am Lidl bei der Louis Schmetzer Str. Es wäre ja wunderbar, wenn Leute, die ihren Müll einfach hinwerfen mal endlich bestraft werden. Allein die Zigarettenkippen würden der Stadt schon viel Geld einbringen….“

Was sagt Ihr zur Lage auf Ansbacher Spielplätzen? Findet Ihr es ähnlich schlimm, wie die Leserin?

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