Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack
Über den Dächern Ansbachs. Foto: Larissa Noack

Das steckt hinter dem Feiertag „Mariä Himmelfahrt“

In den rund 1.700 überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns haben am Donnerstag, 15. August, Fabriken und Geschäfte geschlossen: Gefeiert wird das Hochfest „Mariä Himmelfahrt“. Obwohl der Feiertag bayernweit gilt, haben aber nur die Gemeinden frei, die überwiegend katholischer Religionszugehörigkeit sind. In überwiegend evangelischen Gemeinden gilt kein Feiertag – entscheidend ist hierfür übrigens der Einsatzort und nicht der eigene Wohnort. Da Mittelfranken hauptsächlich evangelisch geprägt ist, dürfen sich nur wenige Gemeinden morgen über einen Feiertag freuen. In Nürnberg, Fürth, Erlangen, Ansbach, Gunzenhausen, Rothenburg und Weißenburg – um nur einige zu nennen – ist ein Werktag.

In Mittelfranken sind nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik gerade einmal 38 von insgesamt 210 Gemeinden überwiegend katholisch. Dazu gehören z.B. im Landkreis Ansbach neun Gemeinden, darunter Herrieden, Burgoberach, Arberg oder Aurach.

Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Hinter „Mariä Himmelfahrt“ verbirgt sich theologisch korrekt gesprochen das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel: Maria ist mit Leib und Seele als ganzer Mensch in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen worden. Diesen Glaubenssatz erhob Papst Pius XII. nach Befragung aller Bischöfe am Allerheiligenfest 1950 zum Dogma.

Brauch der Kräuterweihe

Traditionell mit dem Hochfest verbunden ist der Brauch der Kräuterweihe. Sieben oder neun bis 77 Kräuter sind es, die traditionell in den Weih- oder Würzbüschel, Marienwisch, Würzwisch oder Sangen genannten Sträußen zu finden sind. Darunter Johanniskraut, Kamille, Minze, Wermut, Wohlmut, Majoran, Holunder, Beifuß, Schafgarbe, Basilikum und Sonnwendkraut. Dazwischen sind mitunter auch eine Königskerze, eine Rose oder Getreideähren vertreten. Die Kräuterbüschel sollen nach Volksglauben vor Unwettern oder Krankheiten schützen, indem sie auf dem Dachboden aufgehängt, im Herd verbrannt oder dem Essen oder Viehfutter beigemischt werden. In manchen Gegenden werden die Pflanzen und Kräuter, die am Mariä-Himmelfahrts-Tag in den Kirchen geweiht werden, auch Kindern und Jungvermählten ins Bett oder Toten in den Sarg gelegt. Das Marienfest war einst auch der Tag der Apotheker und Drogisten, der Gärtner und Blumenhändler, der Gewürzkrämer und Parfümeure.

Frühester Beleg aus 10. Jahrhundert

Der Brauch der Kräuterweihe geht bis in die vorchristliche Zeit zurück. Schon die Ägypter, Griechen, Römer und die germanischen Völker kannten die Heilkraft bestimmter Pflanzen. Im Mittelalter wurde der Brauch christianisiert, indem die Wirkung der Gewächse auf Gott und die Fürsprache Marias zurückgeführt wurde. Die frühesten Belege stammen aus dem 10. Jahrhundert. Die christliche Legende, die der Kräuterweihe zu Grunde liegt, dreht sich um die Himmelfahrt Marias: Als die Apostel nach drei Tagen das Grab der Muttergottes öffneten, fanden sie statt des Leichnams duftende Blumen und Kräuter darin.

Beginn der „Frauendreißiger“

Zu Mariä Himmelfahrt beginnt der „Frauendreißiger“, der bis zum Fest Mariä Geburt am 8. September beziehungsweise bis Mariä Schmerzen am 15. September gezählt wird. In dieser Zeit sind die hiesigen Kräuter voll ausgereift. Die teils darin vorhandenen Gifte sollen ihre Schärfe verloren haben. Auch dieses christliche Brauchtum lässt sich auf das Fasten der Germanen vor den Erntefesten zurückführen. An zahlreichen Wallfahrtsorten werden Mariä Himmelfahrt und die folgenden Marienfeste besonders feierlich begangen. Beeindruckend sei dabei die Feier am Maria Ehrenberg in der Rhön.

Einleitung

Lunch BoxX

Viele von euch finden, dass die Lunch BoxX einer der besten Imbisse in Ansbach ist. Die Speisekarte ist wirklich gigantisch groß: Sie reicht von Burger, Schnitzel, Nuggets, Steaks über Pulled Pork, Wraps, Subs, Salaten, Würsten bis hin zu Fisch, Nudelgerichten und Pizza. Da ist bestimmt für jeden etwas dabei. Die Lunch BoxX befindet sich in der Ritter-von-Lang-Allee 7 am Kaufland und bietet sogar draußen Sitzmöglichkeiten an. Und wer zuhause gemütlich auf der Couch liegt und Hunger hat, der kann sich sein Essen auch nach Hause liefern lassen.

Öffnungszeiten: 

  • Mo bis Sa: 9 – 20 Uhr

 

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