Kindergarten. Symbolfoto: Pascal Höfig
Kindergarten. Symbolfoto: Pascal Höfig

SPD kritisiert: OB schmückt sich mit fremden Federn

Wie berichtet, wird in der Kita Meinhardswinden dem Bedarf nachgekommen und eine Flexi-Gruppe für weitere Kindergarten-Plätze bereitgestellt. Die Stadt hatte hierzu in einer Pressemitteilung informiert. Nun übt die Ansbacher SPD-Fraktion wiederum in einer Pressemitteilung Kritik an der Vorgehensweise der Oberbürgermeisterin.

Am Freitag vor der Stadtratssitzung habe die SPD einen Dringlichkeitsantrag gestellt, eine Notgruppe für Kinder im Bereich Meinhardswinden einzurichten und umgehend Gespräche mit der Kirchengemeinde aufzunehmen, so die Fraktion in der Pressemitteilung. Noch am Samstag habe sich der zuständige Referent in der FLZ geäußert, dass sich für September keine Notgruppe in Meinhardswinden einrichten lasse.

Massiver Elternprotest und politischer Druck hätten zu Umdenken geführt

„Bereits seit der Ortsteilsversammlung Ende Mai lässt die Oberbürgermeisterin die Möglichkeit einer Flexigruppe prüfen. Schon damals wischte sie die ernsten Nöte der Eltern einfach vom Tisch.“, so die SPD weiter. Im zuständigen Jugendhilfeausschuss wäre das Thema Kindergärten nicht erwähnt worden, erst auf Anfrage der SPD und anderer Fraktionen wäre über dieses Thema diskutiert worden. Auch im letzten Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss habe Seidel, laut der SPD, keine neuen Erkenntnisse gesehen.

„Seit Jahren lässt sie den Stadtrat im Unklaren über die tatsächlich im Stadtgebiet benötigten Plätze. Dabei fehlten bereits im letzten Jahr nach einer einfachen, bundesweit gültigen Berechnung 400 Kindergarten- und Krippenplätze.“, heißt es seitens der Fraktion weiter. Deshalb habe der Stadtrat neue Standorte für Kindertagesstätten in Auftrag gegeben. Der massive Elternprotest und der politische Druck hätten demzufolge zu einem Umdenken bei Frau Seidel geführt. „Und so verkündete sie in der Stadtratssitzung, dass nun doch eine Flexigruppe in Meinhardswinden eingerichtet werden kann. Sich jetzt aber in einer Pressemitteilung so darzustellen, als sei die Flexigruppe der Vorschlag der Oberbürgermeisterin ist unredlich.“, kritisiert die SPD und fasst es folgendermaßen zusammen: „Sehen wir es positiv. Die Eltern und die Kinder bekommen ihre Flexigruppe. Und sie wissen auch, wem sie diese positive Entwicklung zu verdanken haben.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der SPD-Fraktion Ansbach. 

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