Die Kirchweih in Ansbach. Foto: Jessica Hänse
Die Kirchweih in Ansbach. Foto: Jessica Hänse

Erfahrungsbericht: Mein erstes Mal Ansbacher Kirchweih

Volksfeste kenne ich eigentlich schon von Klein auf: der Besuch auf der „Dult“, wie man es in meiner oberpfälzischen Heimat nennt, war obligatorisch und bis zu meinem Studium lies ich nahezu keine Einzige aus. Noch heute bin ich begeistert von der Tradition, dass sich verschiedene Fahrgeschäfte, Mitmachbuden und Süßigkeitenstände auf dem Festplatz versammeln, wie es gerade bei der Kirchweih in Ansbach der Fall ist. Das dortige Volksfest besuchte ich zur Eröffnung zum ersten Mal in meinem Leben.

Klein aber fein

Mein erster Eindruck: klein aber fein. Es gibt ausgewählte Fahrgeschäfte, aber die Wichtigsten sind meiner Meinung nach vorhanden. So z.B. das klassische Kettenkarussell, das, wie ich finde, schon die Stimmung auf dem Festplatz bestimmt. Und auch meine zwei Lieblingskarusselle aus meiner Kindheit gibt es hier. Ein Familienausflug am Abend ist hier definitiv nicht langweilig! Losbude, Luftballons, Schießen und Autoscooter – hier kann man sich austoben.

Kirchweih 2019: Das ausführliche Programm

Was mir besonders aufgefallen ist: die Preise sind erschwinglich. Eine nicht gerade kleine Tüte Gummimäuse bekam ich hier für nur 2,50€, das kennt man von größeren Volksfesten anders. In Würzburg z.B. findet aktuell das Kiliani statt: hier muss man sich bei einem niedrigen Budget entscheiden, was man machen möchte und die Wahl fällt hier wegen der zahlreichen Attraktionen besonders schwer.

Es gibt auf der Kirchweih Einiges zu sehen. Foto: Jessica Hänse

Es gibt auf der Kirchweih Einiges zu sehen. Foto: Jessica Hänse

Leerer Festplatz – dafür volles Festzelt

Für eine Eröffnung war im Fahrgeschäftbetrieb recht wenig los. Anstellen ist im Prinzip nicht notwendig, und genauso leer erscheint es. Dabei steckt doch das Zuschauen von kreischenden Leuten in vollen Karussellen besonders an. Da fordere ich mich selbst heraus, ob ich genug Mut für das „schlimmste“ Fahrgeschäft aufbringe.

Dafür war es im Festzelt besonders voll: hier herrscht Stimmung! Schon vor dem Bieranstich hatten sich die ersten Ansbacher hier versammelt und sich bei einer Maß Bier ihr Abendessen schmecken lassen. Abgesehen von den Kirchweihvereinen der Region sucht man hier vergebens nach jungen Leuten. Die tummeln sich lieber auf dem Festplatz herum. Das kenne ich aus Würzburg auch anders, wo junge und alte Leute gemeinsam feiern.

Im Festzelt ist was los! Foto: Jessica Hänse

Im Festzelt ist was los! Foto: Jessica Hänse

Leckeres Essen

Was man definitiv nicht bestreiten kann ist, dass das Essen super lecker ist. Es duftet schon vom Weiten und es wird definitiv auch jeder fündig: zünftige regionale Küche, Fisch, Gegrilltes und Döner – auch wenn ich ein paar Essensbuden wie z.B. „Langos“ vermisse, fällt einem die Wahl schwer. Was ich aber sagen kann: so lecker wie es riecht schmeckt es auch! Würde ich hier wohnen, würde ich mich hier definitiv noch an den Essensbuden weiter durchprobieren.

Bei den leckeren herrscht die Qual der Wahl. Foto: Jessica Hänse

Bei den leckeren herrscht die Qual der Wahl. Foto: Jessica Hänse

Weniger als erhofft

Mit anderen Volksfesten wie das Würzburger Frühjahrsvolksfest oder die Fürther Michaelis-Kirchweih ist eine Stadt in der Größenordnung Ansbachs natürlich nicht zu vergleichen. Schade eigentlich, da die eindrucksvollen Gebäude der Innenstadt und auch die Tatsache, dass es sich hier um Mittelfrankens Hauptstadt handelt, auf etwas mehr hoffen. Die ein oder andere Attraktion würde den Festplatz bestimmt noch schöner machen, so finde ich, dass ein Riesenrad oder sowas wie „Die wilde Maus“ das Ganze etwas aufwerten würde. Doch alles hat seine Vor-und Nachteile, meinen ersten Besuch der Ansbacher „Kerwa“ behalte ich aber trotzdem positiv in Erinnerung!

Lebkuchenherzen sind auch ein Muss auf dem Volksfest. Foto: Jessica Hänse

Lebkuchenherzen sind auch ein Muss auf dem Volksfest. Foto: Jessica Hänse

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