Hinter #JeKiffeMonDecollete steckt eine Aktion gegen Sexismus. Foto: Pascal Höfig
Hinter #JeKiffeMonDecollete steckt eine Aktion gegen Sexismus. Foto: Pascal Höfig

#JeKiffeMonDecollete: Hashtag gegen Sexismus

Bei hitzigen Temperaturen stellt sich Vielen in Ansbach die Frage: Welche Kleidung ist für den Job geeignet? Bei Frauen ist zu luftige Kleidung dem Dresscode im Büro häufig unangemessen. Das sieht im Alltag ganz anders aus, dennoch bekommt Frau bei freizügigeren Klamotten of schräge Blicke und Kommentare zugeworfen. Diese Problematik wird häufig diskutiert, so auch derzeit in Frankreich, wo eine Social-Media Aktion entstanden ist, die nun auch nach Deutschland übergeschwappt ist.

Zeichen gegen Sexismus

Frauen sind Männern am Arbeitsplatz kleidungstechnisch im Sommer häufig überlegen und dürfen Röcke und Kleider tragen, die die Beine freilegen. Ganz im Gegenteil zu Männern, die im Büro in der Regel lange Hosen tragen müssen und keine Shorts tragen dürfen. Eine Protestaktion zur Ungleichheit gab es bereits letztes Jahr, berichtet die FAZ. Dass es Frauen, die sich in ihrer Freizeit luftiger kleiden, auch nicht leicht haben, zeigt eine Posting-Welle auf Twitter: unter dem Hashtag #JeKiffeMonDecollete, zu deutsch „Ich liebe mein Dekolleté“, verbirgt sich ein Protest gegen Sexismus, so die FAZ.

Wegen Ausschnitt beschimpft

Gestartet wurde der Hashtag von einer Französin, die auf der Straße für ihr zu tief ausgeschnittenes Dekolleté beschimpft wurde, so ein Bericht der FAZ. Dazu postet sie ein Bild ihres Dekolletés und fügt als Reaktion auf die Beschimpfung eines Mannes hinzu: „Mann, meine Brüste und ich haben dich ganz schön genervt.“.

Diesem Vorbild folgen viele andere Frauen, die unter diesem Hashtag ebenfalls ein Foto ihres Ausschnitts posten, darunter sogar Männer, die die Aktion unterstützen. Nutzer aus anderen Ländern machen ebenfalls mit, unter ihnen auch Deutsche. Auf Instagram sind unter demselben Hashtag und dem gleichnamigen Account mittlerweile ebenfalls Bilder dieser Kampagne zu finden.

Auch Angela Merkel ist dabei – hierbei handelt es sich aber natürlich um eine Fotomontage. Als Frau an der Spitze von Deutschland wird sie häufig in Verbindung mit Feminismus gebracht und gerne als großes Vorbild für #frauenpower hergenommen.

Freizügigkeit häufig diskutiert

Diskussionen über Freizügigkeit und Kleidung von Frauen finden regelmäßig statt. Erst kürzlich gab es in München einen Vorfall, bei dem Frauen, die sich oben ohne sonnten, gebeten wurden, sich oben rum zu bedecken. Darauf reagierten weitere Anwesende, indem sie ebenfalls ihre Bikinioberteile ablegten, so ein Bericht der SZ. Mit der Aktion #wherethenipple gab es Anfang Juni in New York Demos, bei denen auf die Frage, warum Männer ihre Nippel zeigen dürfen und Frauen nicht, aufmerksam gemacht wurde, berichtet Stern.de.

Häufig steht das Thema Dresscode an Schulen in Diskussion. Damit sollen zum einen Markenterror und soziale Ausgrenzung vorgebeugt werden, zum anderen auch unpässliche Kleidung im Unterricht, vor allem im Sommer, vermieden werden. Das Thema betreffe auch hier im Sommer vor allem junge Schülerinnen, die sich nicht selten davon eingeschränkt fühlen.

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