Ihre Ansprechpartnerinnen bei der Caritas: Hasive Pachur und Petra Pfitzinger. Foto: Caritas Weissenburg-Gunzenhausen
Ihre Ansprechpartnerinnen bei der Caritas: Hasive Pachur und Petra Pfitzinger. Foto: Caritas Weissenburg-Gunzenhausen

„Hand in Hand gegen Altersarmut“: Caritas hilft Senioren in Not

Altersarmut sieht man oft nicht auf den ersten Blick, doch es gibt sie deutschlandweit und leider auch in Ansbach und Gunzenhausen. Statistisch betrachtet sind allein in der Stadt Gunzenhausen 400 Menschen betroffen. Aus diesem Grund hat sich der Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz im vergangen Jahr entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Er ist auf die Caritas zugegangen und hat mit ihr einen hervorragenden Partner gefunden. Es ist einiges passiert seitdem. Es gibt verschiedene Maßnahmen für Menschen, die in Altersarmut leben. So kann man zwei Mal pro Woche eine warme Mahlzeit erhalten oder beim Seniorencafé am 2. und 4. Mittwoch im Monat für einige heitere Stunden die Einsamkeit der eigenen Wohnung verlassen.

Schnelle Hilfe und Unterstützung

Besonders stolz ist der Verein „Hand in Hand gegen Altersarmut“ auf eine dritte Säule, die finanziellen Soforthilfen und Herzenswünsche. So konnte im vergangenen Jahr schon etlichen Menschen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Zwar fällt es vielen schwer, sich hilfesuchend an Hand in Hand gegen Altersarmut e.V. zu wenden, doch wer sich überwindet, wird belohnt. Der Verein hat die Möglichkeit, Menschen in Altersarmut bei nötigen Ausgaben und gegebenenfalls bei offenen Rechnungen zu unterstützen. Oft ist es notwendig, defekte Elektrogeräte zu ersetzen oder Zuzahlungen für Medikamente zu übernehmen, für die das Geld nicht mehr reicht. Darüber hinaus können auch Herzenswünsche erfüllt werden. Eine Zugfahrkarte oder ein Friseurbesuch zum Beispiel. Kleine Glücksmomente in einem ansonsten oft eher eintönigen Alltag.

Seniorenberaterin Hasive Pachur kümmert sich mit viel Einfühlungsvermögen um die Klienten. Sie prüft nicht nur deren Bedürftigkeit, sondern ist eine herzliche Ansprechpartnerin für alle Anliegen. „Ein lebenswertes Leben steht jedem zu, darum sollten Betroffene sich nicht scheuen in die Geschäftsstelle der Caritas in der Bühringerstraße 14 c in Gunzenhausen zu kommen“, so Frau Pachur. „Leider ist die Hemmschwelle, um Hilfe zu bitten, groß. Wir können nur immer wieder betonen, dass es gut und in Ordnung ist, auch Geld anzunehmen.“

Verein will noch mehr Menschen helfen

Frau H. aus Gunzenhausen kommt seit Jahren in die Beratungsstelle. Sie bezieht eine kleine Rente, die jedoch zum Leben kaum reicht, deshalb bekommt sie aufstockend Grundsicherung im Alter. Sie lebt von 730 € im Monat. Mit ihren 83 Jahren ist sie noch recht agil, wenn auch einige gesundheitliche Probleme sie einschränken. Die Salbe für die schmerzenden Beine muss Frau H. sich mühsam zusammensparen und wenn es wieder einmal nicht reicht, dann gibt es eben einige Tag nur eine leichte Suppe zum essen. Anfangs war Frau H. viel zu bescheiden und wollte die finanzielle Hilfe gar nicht annehmen. „Inzwischen bin ich sehr dankbar für die Hilfe des Hand in Hand gegen Altersarmut e.V.“ erzählt Frau H. lächelnd. „Jetzt muss ich mich nicht mehr zwischen Medikamenten und Essen entscheiden“. Geschichten wie die von Frau H. gibt es in Gunzenhausen viele. Und der Verein würde gerne noch viel mehr Menschen helfen.

Kennt auch Ihr ältere Menschen, die von Grundsicherung leben und sich nichts leisten können? Dann macht diesen Menschen Mut, sich an Hand in Hand gegen Altersarmut e.V. zu wenden, um dort Hilfe zu bekommen. Seid Ihr vielleicht selbst betroffen? Bitte kommt vorbei und informiert Euch anonym und kostenlos über die Möglichkeiten. Das Team berät Euch gerne. Die Beratungsstelle ist immer dienstags und freitags von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Ein Termin ist nicht notwendig.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Gunzenhausen.

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