Das "Kulturgärtla" vor wunderbarer Kulisse am Abend. Foto: WeiWeiWei Gbr
Das "Kulturgärtla" vor wunderbarer Kulisse am Abend. Foto: WeiWeiWei Gbr

5. Ansbacher Kulturgärtla: „Fränkisch, fröhlich, weltoffen, g’mütlich!“

Für viele Ansbacher ist das Kulturgärtla auf dem Karl-Burkhardt-Platz (Kleiner Schlossplatz) mit seinem abwechslungsreichen Kulturprogramm und dem großen kulinarischen Angebot kaum noch vom Ansbacher Altstadtfest wegzudenken. Vom 19.06. bis 23.06. geht das mit Herzblut und ehrenamtlichem Engagement gelebte Projekt in eine fünfte Runde – begleitet unter anderem von traditioneller fränkischer Volksmusik über schwäbischen Balkan-Sound bis hin zu bayerischen Alphorn-Elektro-Beats!

„Klassisch zünftig“ am Eröffnungsabend

Am Eröffnungsabend geht es wie auch in den vergangenen Jahren zunächst „klassisch zünftig“ zu. Nach der oberfränkische Familiencombo „Hix-Tradimix“ werden zu späterer Stunde die „Ohrerhüller“ aus dem Landkreis Ansbach mit traditioneller fränkischer Volksmusik sicherlich das ein oder andere Tanzbein zum Schwingen bringen. Am Donnerstag ist ab 17 Uhr beim Franken-Quiz zunächst Gehirn-Jogging gefragt. Jeder kann mitmachen. Gespielt wird in zwei Runden (zweite Runde ab ca. 18 Uhr).

„Schwalkan – unbedingt tanzbar!“

„Ornamentlos fränkisch“ weiter geht es mit „Udo Langt“. Raue Wortwahl durchzieht die Lieder des Nürnberger Solo-Künstlers ebenso wie „erzählt Erlebtes und gelebtes Gefühl“. Den traditionellen Ausklang des Donnerstagabend bietet wie auch in den vergangenen Jahren Big „Kev“ Murphy, der „fränkische Ire“, der es wie kein anderer versteht, selbst den mundfaulsten Ansbacher zum Mitsingen zu bewegen.

Der Freitagabend bietet mit dem Liedermacher „Weiherer“ zunächst ein ganz besonderes Schmankerl für Liebhaber spontanen, schnörkellosen Kabaretts und „niederbayerischer Brutalpoesie“. Am späten Abend regieren „Fezzmo“ aus Stuttgart die Bühne, eine Band zwischen osteuropäischen Rhythmen und heimischer schwäbischer Blasmusik. Schwalkan nennen sie selbst diesen besonderen Sound. Und der ist vor allem eines: unbedingt tanzbar!

Weißwurst-Frühschoppen mit einem Ansbacher Original

Beim satirisch-kabarettistischen Weißwurst-Frühschoppen lässt das „Ansbacher Original“ Thorsten Siebenhaar am Samstag ab 11 Uhr wieder die Ansbacher Gerüchteküche brodeln. Der Samstagabend wird von den Ansbacher Lokalmatadoren „Johnny Populär“ eingeläutet, die sich unter anderem selbst als Band mit dem Talent einer Jazz Fusion Band im Körper der Bloodhound Gang beschreiben. Wer sich das schon schwer vorstellen kann, sollte auf jeden Fall auch noch bis zum späteren Abend durchalten. Denn dort wartet mit „Loisach Marci“ und ihrem einzigartigen Sound angesiedelt „irgendwo zwischen bayerischem Landler, Hip-Hop, Blues und Elektrobeat“ ein ganz besonderes Highlight. Alphorn, E-Gitarre und Elektro, des bassd doch ned zam? – na, dann horch da amol nei!

Beim Kulturgärtla-Frühschoppen 2018. Foto: WeiWeiWei Gbr

Beim Kulturgärtla-Frühschoppen 2018. Foto: WeiWeiWei Gbr

Musikalische Kostproben am Sonntag

Pünktlich zum Sonntag kehrt wieder Ruhe ein im Gärtla. Ab 13 Uhr geben verschiedene Ensembles der Städtischen Musikschule Ansbach Kostproben ihres Könnens. Und zwischen 15 und 17 Uhr laden schließlich „Dittl & Filsner“ zu einer wunderbaren Entdeckungsreise zwischen Dublin und Sofia, Dutzendteich und Gotland zum gemütlichen Stadtfestausklang beim ein oder anderen „Abschieds-Seidla“ ein.

Von einer Bierlaune zu einer Veranstaltung mit Herzblut

Ins Leben gerufen wurde das Kulturgärtla 2015 von den Ansbachern Sebastian Lieb (geb. Weidner), Svenja Weiß und Julian Weiß – zunächst aus einer Bierlaune heraus. Dass sich das Ganze einmal so etablieren würde, hätten die „WeiWeiWeis“ damals nicht zu träumen gewagt: „Auch was die tatsächlichen Kosten und Risiken einer solchen Live-Veranstaltung angeht, waren wir am Anfang noch etwas blauäugig. Aber das war wahrscheinlich auch gut so, sonst hätten wir vielleicht doch einen Rückzieher gemacht. Und als wir es realisiert haben, hing schon zu viel Herzblut dran. Da hieß es dann einfach: unser Bestes geben und dann Augen zu und durch!“ erinnern sich die WeiWeiWeis heute mit einem Augenzwinkern. Doch letztlich müsse man jedes Jahr aufs Neue kalkulieren, ob das Projekt neben den eigenen Berufs- und Familienleben wieder organisiert werden könne.

Den "Kulturgärtla"-Frühschoppen gibt es auch dieses Jahr wieder. Foto: WeiWeiWei Gbr

Den „Kulturgärtla“-Frühschoppen gibt es auch dieses Jahr wieder. Foto: WeiWeiWei Gbr

„Die Vorbereitungen für ein Kulturgärtla beginnen ja bereits Monate vor der eigentlichen Veranstaltung. Da stecken schon im Vorfeld viele Arbeitsstunden und lange Nächte drin.“, erzählen die inzwischen vier „Kulturgärtner“ Sebastian Lieb, Alida Lieb, Svenja Weiß und Julian Weiß, „Das große ehrenamtliche Engagement unserer Familien und Freunde ist dabei aber jedes Mal überwältigend und unglaublich motivierend! Ohne sie und ohne das Vertrauen und die Unterstützung unserer Sponsoren hätten wir gleich im ersten Jahr schon wieder einpacken können! Mit ihnen zusammen ein fünftes Kulturgärtla auf die Beine zu stellen, darauf freuen wir uns schon sehr. Denn diese hilfsbereite und familiäre Atmosphäre ist einfach jedes Mal einzigartig!“.
Na dann: Schaud’s halt wieder a weng nei!

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