Radfahren in der Fußgängerzone. Foto: Nico Jahnel
Radfahren in der Fußgängerzone. Foto: Nico Jahnel

Offene Linke Ansbach fordert Weiterentwicklung des Radverkehrsplans

Ansbach soll fahrradfreundlicher werden – die Stadtratsfraktion der Offenen Linken Ansbach (OLA) beantragt deshalb für die Sitzung des Verkehrsausschusses am 22.07.19 einen Bericht über bauliche Maßnahmen für eine fahrradgerechte Stadt, so die Partei in einer Pressemitteilung. Zudem beantragt die OLA die Vorstellung von Optionen eines kommunalen Förderprogramms für E-Mobilität. Wie in vielen anderen Städten solle es künftig auch in Ansbach, so die OLA weiter, etwa bis zu 500 Euro beim Kauf eines E-Bikes und bis zu 1.000 Euro bei Erwerb eines E-Lastenfahrrads geben.

Viel Luft nach oben beim Radverkehr

„Beim Radverkehr hat Ansbach noch viel Luft nach oben“, so die Linke weiter. Das belegt der Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) 2019. Mit der Note 4,0 belegt Ansbach Platz 22 von 33 in Bayern und Platz 203 von 301 bundesweit; das sei nur unteres Mittelfeld im Vergleich der Städte zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern. Die Fortschreibung und Weiterentwicklung des nunmehr zehn Jahre alten Radverkehrsplanes sei neben der Schaffung eines attraktiven ÖPNVs die zentrale Aufgabe der Verkehrspolitik in den kommenden Jahren. Seitens der OLA wird daraus folgendes Fazit geschlossen: „Bislang steht in Ansbach das Verhältnis von Investitionen in Radverkehr und motorisierten Individualverkehr in keinem guten nachhaltigen Verhältnis.“

Umstieg auf E-Mobilität erleichtern

Gemeinsames Anliegen solle weiterhin sein, den Umstieg auf Elektromobilität in Ansbach zu ermöglichen. Gerade für Senioren mit kleiner Rente sei ein E-Bike oft nicht erschwinglich. Nicht nur Großstädte wie München und Nürnberg, sondern immer mehr mittelgroße Kommunen von Bamberg bis Unterschleißheim fördern den Kauf von E-Bikes, E-Lastenrädern u.ä. bei Händlern vor Ort, so die OLA weiter. Die Förderhöhe betrage zumeist bis zu 500 Euro für ein E-Bike und bis zu 1.000 Euro für ein E-Lastenfahrrad (bis max. 25 Prozent der Anschaffungskosten). Die Programme seien dabei auf jährliche Gesamtbudgets limitiert. Anhand vieler gelungener kommunaler Beispiele könne die Verwaltung, so die Forderung der OLA, Optionen für die Umsetzung eines Förderprogramms Elektromobilität für Ansbach unterbreiten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der OLA. 

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